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Jannik Sinner kämpfte sich eine Runde weiter. © APA/afp / JAVIER SORIANO

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Jannik Sinner kämpfte sich eine Runde weiter. © APA/afp / JAVIER SORIANO

In Madrid: Ein Qualifikant ärgert Jannik Sinner

Ein solches Auftaktmatch hätten sich die Fans von Jannik Sinner wohl nicht erwartet. Der Sextner Superstar geriet am Freitag in Madrid mächtig ins Schwitzen, durfte am Ende aber jubeln.

Vor seinem Match gegen Jannik Sinner wurde Gegner Benjamin Bonzi, die Nummer 104 der Welt, gefragt, welche Strategie er sich zurechtgelegt habe. Daraufhin musste der Franzose lachen, ganz nach dem Motto: Gibt es gegen den besten Tennisspieler des Planeten überhaupt eine Strategie?


Nun, am Ende überraschte sich Bonzi selbst – und die Tenniswelt gleich mit. Der 29-Jährige, der beim Masters-Turnier in Madrid durch die Qualifikation gehen musste, brachte Sinner nämlich gehörig ins Wanken. Schlussendlich setzte sich der Südtiroler Favorit, der in der ersten Runde noch ein Freilos genossen hatte, aber doch durch: 6:7 (6), 6:1, 6:4 hieß es nach 2.20 Stunden aus Sicht von Sinner, der nun in der dritten Runde am Sonntag auf den dänischen Qualifikanten Elmer Möller (ATP 169) trifft.

Benjamin Bonzi bot Sinner tapfer die Stirn. © APA/afp / JAVIER SORIANO

Benjamin Bonzi bot Sinner tapfer die Stirn. © APA/afp / JAVIER SORIANO


Sinner gegen Bonzi – das war auf dem Papier eine klare Sache. Der Franzose hat in dieser Saison erst vier Siege auf der ATP Tour gefeiert und war des Öfteren bei Challenger-Turnieren im Einsatz. Doch gegen den Weltranglisten-Ersten spielte Bonzi sein allerbestes Tennis, während Sinner nicht seinen besten Tag erwischte. So war dem Sextner kurzzeitig sogar sein berühmter „Killer-Instinkt“ abhandengekommen, als er im ersten Satz alle fünf Breakchancen liegen ließ.

Sinner musste ordentlich kämpfen. © APA/afp / JAVIER SORIANO

Sinner musste ordentlich kämpfen. © APA/afp / JAVIER SORIANO


Bonzi verlieh das Flügel: Er schaffte es, Sinners Fehler auszunutzen und konnte den ersten Abschnitt im Tie-Break für sich entscheiden. Gegen das „Tie-Break-Monster“ Sinner ist das eine wahre Rarität. Der Knackpunkt der Partie ereignete sich zu Beginn des zweiten Satzes, als Sinner seine insgesamt neunte Breakmöglichkeit endlich verwertete und auf 3:1 davonzog. Den Satz tütete der Sextner schließlich mit 6:1 ein.

Alcaraz sagt für French Open ab

Im dritten Abschnitt bot Bonzi, der sich kurz am Rücken behandeln lassen musste, seinem Gegenüber noch einmal Paroli, doch ein weiteres Sinner-Break sorgte für die Vorentscheidung. Und so verwandelte der Pusterer nach 2.20 Stunden seinen Matchball. Mitten im Spiel platzte übrigens eine Nachrichten-Bombe: Carlos Alcaraz, der größte Rivale von Sinner, hat bekanntgegeben, dass er wegen seiner Handgelenksverletzung weder in Rom noch bei den French Open antreten wird.

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