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Arm in Arm: Turniersieger Dominic Thiem und Organisator Novak Djokovic in Belgrad. © APA/afp / ANDREJ ISAKOVIC

Nach Corona-Fiasko: Thiem-Manager attackiert Djokovic

Der Weltranglistendritte aus Österreich, Dominic Thiem, hat sich am Donnerstagvormittag erstmals zu dem umstrittenen Adria-Tour-Event in Belgrad geäußert und Reue gezeigt.

„Unser Verhalten war ein Fehler, wir haben zu euphorisch gehandelt“, schrieb er auf Instagram. „Es tut mir extrem leid.“ Nachdem die Tennisprofis mehrere Wochen ohne Publikum hatten spielen müssen, sei man „mehr als happy über die Fans bei dem Event“ gewesen.


„Wir haben den Corona-Regeln der serbischen Regierung vertraut, aber wir waren zu optimistisch“, erklärte Thiem weiter. In den vergangenen zehn Tagen habe er sich fünfmal auf das Coronavirus testen lassen, alle Tests seien negativ ausgefallen. Jedem, der sich infiziert hat, wünsche er „das Allerbeste und eine schnelle Genesung“.

„Der Einzige, der sich entschuldigen muss, ist Djokovic, weil er alles inszeniert hat.“
Herwig Straka

Klare Worte hat Thiem-Manager Herwig Straka für das von Novak Djokovic veranstaltete Tennisturnier in Belgrad gefunden. Nach positiven Coronavirus-Tests von zumindest vier Teilnehmern gab er Djokovic in einem Standard-Interview die Hauptschuld. Die Sache „in eine völlig falsche Richtung gegangen“, „dumm“ und „ein Blödsinn“ gewesen. Thiem nahm er aber in Schutz. „Jeder weiß, es war dumm. Der Einzige, der sich entschuldigen muss, ist Djokovic, weil er alles inszeniert hat. Die anderen waren nur dabei, haben keinen umgebracht“, verteidigte Straka den Niederösterreicher. „Es ist aber passiert, er muss und wird daraus Lehren ziehen. Es war keine kriminelle Handlung.“
Straka: Spieler müssen daraus lernen
Straka habe seinen Schützling nur unter der Bedingung „freigegeben“, dass es klare Covid-19-Richtlinien gibt. Maximal 1.000 Zuschauer hätten kommen dürfen, Social Distancing sei garantiert gewesen. Vor Ort habe Djokovic aber zugelassen, dass eine „Publicity-Show“ aus der Veranstaltung wird. „Okay, die anderen haben mitgemacht, aber er war sehr dahinter“, sagte Straka. Die Geschichte habe jedoch in Hinblick auf die nächsten Events vielleicht etwas Gutes: „Die Spieler haben endlich verstanden, warum es diese strengen Vorschriften gibt.“

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Autor: apa/fop/dl

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