
Carlos Alcaraz wird auch Wimbledon verpassen. © AFP / KIRILL KUDRYAVTSEV
Nach Sinner: Agassi kritisiert auch Alcaraz
Andre Agassi kritisierte vor knapp einer Woche Jannik Sinner wegen seines frühen Ausscheidens bei den French Open in Paris. Nun hat die ehemalige Nummer 1 der Welt auch seinen Dauerrivalen Carlos Alcaraz vorgeknöpft.
11. Juni 2026
Von: dl
Agassi war noch nie ein Mann, der zu diplomatischen Floskeln neigte. Der 56-jährige US-Amerikaner hatte sich vor wenigen Tagen bereits einen Angriff auf das Team von Sinner geleistet und behauptet, ein Spieler seines Kalibers könne nach einer Stunde und 45 Minuten Spiel nicht einfach komplett einbrechen. Nun nahm er sich auch Alcaraz und dessen Umfeld vor.
Es geht um die Handgelenksverletzung des Spaniers, die ihn seit April außer Gefecht setzt. Agassi störte sich im Podcast The Big T vor allem an der mangelnden Kommunikation: „Es wäre wirklich hilfreich, wenn er selbst oder jemand aus seinem Umfeld klar die genaue Art seiner Verletzung erklären könnte, denn im Moment können wir nur Vermutungen anstellen.“
Carlos Alcaraz beim Training Anfang Juni.
Von der Absage des Turniers in Barcelona bis hin zu den Rückzügen in Madrid, Rom, Roland Garros, Queen’s und Wimbledon hat Alcaraz Fans und Medien über die Entwicklung der Situation informiert, ohne jedoch in Details der Diagnose zu gehen. Ein Ansatz, der den ehemaligen US-Star nachdenklich stimmt, da er sich ein klareres Bild über die tatsächliche Schwere des Problems wünscht.
„Es wäre wirklich hilfreich, wenn Alcaraz die genaue Art seiner Verletzung erklären könnte.“ Andre Agassi
„Handelt es sich um eine Form von Sehnenentzündung, eine spezifische Entzündung wie eine dorsale Kapsulitis oder ein ähnliches Problem wie das Karpaltunnelsyndrom? Wovon sprechen wir genau, und welche Behandlungsoptionen gibt es?“, fragte sich der achtfache Grand-Slam-Champion. Trotzdem machte Agassi Alcaraz auch Mut: „Ich denke, diese Erfahrung kann ihn noch dankbarer machen für das, was er liebt, nämlich den Tennissport.“
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