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Rafael Nadal (links) kritisierte seinen Kontrahenten Novak Djokovic (rechts). © APA/afp / GREG WOOD

Nadal kritisiert Djokovics Pläne: „Nicht der richtige Zeitpunkt“

Rafael Nadal hat die Pläne seines Rivalen Novak Djokovic für die Gründung einer neuen Tennisspieler-Vereinigung erneut scharf kritisiert. „Ich verstehe die Unzufriedenheit einiger Akteure, die den Vorschlag unterschreiben, aber es gibt viele unbeantwortete Fragen“, sagte der Spanier am Montag vor dem ATP-Turnier in Rom mit Blick auf den Vorstoß von Djokovic.

„Ich denke, dass heute nicht der richtige Zeitpunkt dafür ist. Und selbst wenn wir nicht in der heutigen Situation wären, in der wir uns befinden, gibt es viele Dinge, die nicht klar sind“, sagte Nadal. Der Weltranglisten-Erste Djokovic hatte Ende August die Bildung der neuen Vertretung bekanntgegeben. Direkt danach hatte es schon Kritik von Nadal, dem Schweizer Roger Federer und der Herren-Organisation ATP gegeben.

„Es gibt da eine Reihe von Dingen, die ich nicht für richtig halte. Wir machen derzeit eine weltweite Krise durch, in jeder Hinsicht“, meinte Nadal nun. „Es ist eine harte Zeit für uns alle, für die Spieler, für die Organisatoren, für die gesamte Tour. Wir sollten deshalb mehr denn je zusammenhalten, und man sollte sich nicht trennen und jeder seine eigenen Interessen verfolgen.“

Bei der ATP, wo Djokovic zuvor Präsident des Spieler-Councils war, gebe es „ohne Zweifel“ Dinge zu verbessern. Man müsse dabei aber professioneller und geschlossener vorgehen. „Wir hätten von dieser Initiative nicht durch einen Brief erfahren sollen. Wenn sie wollen, dass wir sie in irgendeiner Weise unterstützen, dann müssten wir im voraus informiert werden“, kritisierte der 34-jährige Weltranglistenzweite.

Die Disqualifikation Djokovics bei den US Open, nachdem dieser eine Linienrichterin getroffen hatte, bezeichnete Nadal als „unglücklich. Aber die Regeln sagen klar, dass es eine Disqualifikation ist“, sagte der Spanier. „Er wollte sicherlich niemanden verletzen, aber es ist wichtig, eine Selbst-Kontrolle auf dem Platz zu haben.“

Autor: apa/dpa

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