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Jannik Sinner © APA/afp / ANDREAS SOLARO

Nadal, Sinner & vieles mehr: Die French Open stehen an

Es werden zwei spannende Wochen in Paris. Selten war die Frage nach dem Favoriten bei den Herren für die French Open so offen wie heuer. Bei den Damen gibt es dagegen eine ganz klare Titelkandidatin. Die wichtigsten Fragen & Antworten zum Sandplatz-Klassiker.


Von wann bis wann wird gespielt?

Los geht es am Sonntag mit der ersten Runde. Das Finale bei den Damen findet dann am 4. Juni, das Endspiel bei den Herren am 5. Juni statt.


Wer sind die Favoriten bei den Herren?

Eigentlich ist diese Frage in Paris immer leicht zu beantworten: Rafael Nadal. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Nadal ist mit seinem Rekord-Grand-Slam-Turniersieg in Australien zwar perfekt in die Saison gestartet, plagte sich zuletzt in Rom aber mit starken Schmerzen am Fuß. Der Spanier geht ohne einen Titel auf Sand in diesem Jahr in sein Lieblingsturnier. Wenn der Fuß hält, ist er dennoch wieder Topfavorit.

Viele Experten setzen aber auf Novak Djokovic. Die Nummer eins der Welt hat ihr Australien-Trauma rund um die erzwungene Ausreise wegen der fehlenden Coronavirus-Impfung überwunden und zuletzt beim Sieg in Rom überzeugt. Und dann ist da ja noch das spanische Wunderkind Carlos Alcaraz. Der 19-Jährige schlug in Madrid Nadal, Djokovic und Alexander Zverev. Viele trauen ihm den großen Coup zu. Auch der Grieche Stefanos Tsitsipas zählt zu den Favoriten.

Rafael Nadal erlitt zuletzt in Rom einen Rückschlag. © ANSA / FABIO FRUSTACI


Was ist mit Jannik Sinner?

Auf den ersten Blick sieht es nicht danach aus, doch Jannik Sinner bestreitet die mit Abstand beste Saison seiner Karriere. Er hat 2022 24 von 30 Partien gewonnen, was einer Siegquote von 80 Prozent entspricht. Das einzige Manko: Die vielen Verletzungen. Zuerst setzte ihn eine Corona-Infektion außer Gefecht, dann erkrankte er während des Turniers in Indian Wells, später warfen Blasen an den Füßen den Südtiroler zurück und beim Masters in Rom war es die Hüfte, die streikte. Das alles spielt nun aber keine Rolle mehr: Denn zu den French Open pflegt Sinner ein äußerst gutes Verhältnis: 2020 erreichte er das Viertelfinale, im Vorjahr war im Achtelfinale Schluss. Beide Male stand ihm Nadal vor der Nase. Die Runde der letzten 16 ist auch diesmal sein Ziel, Sinner kann jedoch auch überraschen und weiter kommen.


Was ist mit Andreas Seppi?

Der 38-Jährige ist in Paris in der ersten Quali-Runde ausgeschieden, wodurch eine legendäre Serie ihr Ende fand. Seppi nahm ab Wimbledon 2005 nämlich an 66 Grand-Slam-Turnieren in Folge teil. Damit rangiert er in der ewigen Bestenliste hinter Feliciano Lopez (79) und Fernando Verdasco (67) auf Rang 3. Roger Federers Serie riss bei 65. Dass der Kalterer es schwer haben würde, sich für das zweite Grand Slam des Jahres zu qualifizieren, liegt in der Natur der Sache: Sein Match gegen Giulio Zeppieri war sein erstes und zugleich letztes auf Sand in dieser Saison. Der Fokus richtet sich nun auf die Rasenturniere um Wimbledon.

Eilt von Sieg zu Sieg: Iga Swiatek © ANSA / FABIO FRUSTACI



Wer ist die Favoritin bei den Damen?

Iga Swiatek. Das ist die Spielerin, auf die in Paris alle schauen. Die Polin hat inklusive des Fed Cups 28 Spiele in Serie gewonnen. Ihre letzte Niederlage datiert aus dem Februar beim Turnier in Dubai. Danach holte sie die Titel in Doha, Indian Wells, Miami, Stuttgart und Rom. Die Nummer eins ist in einer unglaublichen Form und dominiert die Konkurrenz aktuell nach Belieben. Am ehesten können ihr vielleicht die Spanierin Paula Badosa oder Ons Jabeur aus Tunesien gefährlich werden.

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