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Jannik Sinner und Rafael Nadal spielten in Paris zwei Mal gegeneinander – stets gewann der Spanier. © AFP / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

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Jannik Sinner und Rafael Nadal spielten in Paris zwei Mal gegeneinander – stets gewann der Spanier. © AFP / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Nadal über Sinner: „Sein Limit? Entscheidet das Leben“

Jannik Sinner dominiert aktuell die Tenniswelt – und bekommt dafür nun auch den Ritterschlag von Sandplatzkönig Rafael Nadal. Die spanische Legende findet vor den French Open außergewöhnlich klare Worte über den Südtiroler.

Nach seinem historischen Triumph bei den Internazionali d’Italia in Rom, wo Sinner als erster Spieler aus Italien seit Adriano Panatta 1976 den Titel holte, wächst die Bewunderung im internationalen Tenniszirkus weiter. Der Weltranglistenerste gewann zuletzt sechs Masters-1000-Turniere in Folge und komplettierte als erst zweiter Spieler nach Novak Djokovic den sogenannten „Golden Masters“.


Besonders beeindruckt zeigt sich Nadal von Sinners Konstanz. Der Italiener befinde sich laut dem 22-fachen Grand-Slam-Sieger „in einer extrem stabilen Phase seines sportlichen Lebens“ – sowohl mental als auch körperlich. Genau darin liege der Unterschied zur Konkurrenz.

„Er ist in einer extrem stabilen Phase seines sportlichen Lebens“ Rafael Nadal über Jannik Sinner

Während andere Spieler Leistungsschwankungen hätten, liefere Sinner Woche für Woche auf höchstem Niveau ab. Nadal bezeichnete diese Kontinuität sogar als „beeindruckend“ und „tremendo“ – also nahezu furchteinflößend.Trotz aller Begeisterung vermeidet Nadal direkte Vergleiche mit Federer, Djokovic oder seiner eigenen Karriere. Wie groß Sinners Ära tatsächlich werde, hänge nicht nur vom Talent ab.

Jannik Sinner schlägt kommende Woche in Roland Garros auf – und will dort erstmals den Turniersieg. © ANSA / YOAN VALAT

Jannik Sinner schlägt kommende Woche in Roland Garros auf – und will dort erstmals den Turniersieg. © ANSA / YOAN VALAT


„Das Leben wird entscheiden, wo sein Limit liegt“, erklärt Nadal. Ausschlaggebend seien Persönlichkeit, Motivation und die Fähigkeit, über viele Jahre hungrig zu bleiben. Damit spricht Nadal genau jene Eigenschaften an, die die ganz großen Champions geprägt haben – mentale Stärke, Disziplin und die Bereitschaft, sich ständig weiterzuentwickeln.


Alcaraz der einzige Herausforderer

Klar ist für Nadal aber auch: Wenn Alcaraz fit ist, besitzt nur der Spanier das Niveau, um Sinner dauerhaft zu fordern. Die beiden seien aktuell „ein Stück über allen anderen“.

Die Tenniswelt wartet deshalb auf neue Kapitel dieses Duells, das schon jetzt als mögliche Nachfolge der großen Rivalitäten zwischen Federer, Nadal und Djokovic gesehen wird. Derzeit allerdings spricht fast alles für Sinner. Der Südtiroler wirkt stabiler, konstanter und dominanter denn je – und selbst Rafael Nadal scheint überzeugt zu sein: Ohne den verletzten Alcaraz gibt es aktuell kaum jemanden, der Jannik Sinner stoppen kann.

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