
Jannik Sinner steht im Viertelfinale des ATP-Turniers von Peking. © APA/afp / GREG BAKER
Nervenstarker Sinner beißt sich bei Break-Spektakel durch
Jannik Sinner hat beim ATP-Turnier von Peking das Viertelfinale erreicht. Am Samstagvormittag setzte sich der Südtiroler in einer unterhaltsamen Partie gegen den Franzosen Térence Atmane durch.
27. September 2025
Von: nie
Das Blatt kann sich schnell wenden – vor allem im Sport. Jannik Sinner durfte diese alte Weisheit am Samstag in der Praxis erleben. Dabei lernte der Weltranglistenzweite auch, dass es nicht bei einer einzigen Wende bleiben muss. In einem spektakulären Schlagabtausch rang der 24-Jährige seinen französischen Herausforderer Térence Atmane in drei Sätzen nieder (6:4, 5:7, 6:0). Damit steht der Pusterer im Viertelfinale, in der chinesischen Hauptstadt bekommt er es nun mit Fábián Marozsán aus Ungarn zu tun.
Sinner erwischte einen eindrucksvollen Start in das Match, nahm seinem 23-jährigen Gegenüber früh ein Aufschlagspiel zum zwischenzeitlichen 2:1 ab. Wenige Minuten später sah sich der viermalige Grand-Slam-Champion selbst mit zwei Breakbällen konfrontiert, die er jedoch eiskalt abwehrte. Beim Stand von 5:3 schnupperte Sinner am erneuten Break und damit dem Satzgewinn, Atmane zog aber vorerst den Kopf aus der Schlinge. Kurz darauf erspielte sich der Franzose sogar drei Breakbälle, nutzte seine Chance aber nicht. Vielmehr verwandelte Sinner seinen vierten Satzball und stellte auf 1:0.
Sinner muss ordentlich schwitzen
Während die kleinen Nachlässigkeiten, die Sinner hier und da in seinem Spiel einstreute, im ersten Satz noch unbestraft blieben, geriet Sinner im zweiten Spielabschnitt deutlich mehr in Bedrängnis. Wie in Satz eins stellte der Wimbledonsieger zunächst mit einem Break auf 2:1, bekam dann aber eine Kostprobe der Qualitäten von Atmane. Der Franzose agierte aggressiver, setzte Sinner unter Druck und antwortete mit einem Rebreak. Das Schauspiel wiederholte sich, beide Spieler schnappten sich direkt danach jeweils ein weiteres Break. Kurios: Der Aufschläger punktete in den vier Games kein einziges Mal, der Return-Spieler entschied die Aufschlagspiele jeweils ohne Punktverlust für sich.Térence Atmane stellte Jannik Sinner vor so manches Problem. © APA/afp / GREG BAKER
Der Aufschlag erwies sich schließlich als großer Trumpf von Atmane, Sinner bekam beim Return nun vermehrt Probleme. So war es nur die logische Folge, dass der französische Youngster beim Stand von 6:5 dank eines weiteren Breaks nach Sätzen ausglich. Das Spektakel war jedoch nur auf den zweiten Satz beschränkt. Sinner schaltete in der entscheidenden Phase einen Gang höher und ließ im dritten Satz nur noch elf Punkte zu. Atmane kämpfte gegen Ende der Partie zudem mit einem Krampf im rechten Oberschenkel und konnte Sinner kaum noch etwas entgegensetzen.
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