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War bedient: Jannik Sinner. © APA/getty / Minas Panagiotakis

Nicht den Hauch einer Chance: Sinner fliegt raus

Für Jannik Sinner ist das Masters-1000-Turnier in Montreal im Achtelfinale zu Ende gegangen. Er hatte in der Nacht auf Freitag (MESZ) gegen Spaniens Überflieger nicht den Hauch einer Chance.

Jannik Sinner (ATP 12) bestritt am Donnerstagabend (Ortszeit) auf dem Center Court das letzte Match des Abends. Und es wurde eine schnelle Nummer: Gerade einmal 1.24 Stunden stand der Sextner auf dem Platz, den er mit einer 2:6, 4:6-Niederlage verbittert verlassen musste. Eine Niederlage, die aus zweierlei Gründen zustandekam: Einerseits lief bei Sinner auf dem langsamen Hartplatz in Kanadas Metropole nicht viel zusammen, andererseits spielte sein Gegenüber Pablo Carreño Busta einmal mehr ganz groß auf.


Der Spanier befindet sich in Montreal überraschend in Überform. In den ersten beiden Runden eliminierte der 31-Jährige, der in der Weltrangliste auf Platz 23 angesiedelt ist, mit Matteo Berrettini (ATP 14) und Holger Rune (ATP 26) zwei Top-Leute in jeweils zwei Sätzen. Für Berrettini benötigte er 78 Minuten, für Rune gar nur 58 Minuten. Nun musste auch Sinner die Dominanz des Iberers neidlos anerkennen.

Pablo Carreño Busta spielte groß auf. © APA/getty / Minas Panagiotakis


Für den Südtiroler stand das Match in Montreal von Beginn an unter keinem guten Stern. Bereits im dritten Game musste er seinen Aufschlag abgeben. Zudem machte der 20-jährige Pusterer zu viele Eigenfehler, alleine im ersten Satz waren es 15, davon 12 mit der Vorhand. Nur 33 Prozent seiner ersten Aufschläge gingen ins Feld. Zum Vergleich: Bei Carreño Busta waren es 74 Prozent. Und so kam noch ein weiteres Break des Routiniers dazu, der nach etwas mehr als einer halben Stunde seinen ersten Satzball zum 6:2 verwandelte.
Keine einzige Breakchance für Sinner

Jannik Sinner hatte einen schweren Stand. © APA/getty / Minas Panagiotakis


Auch im zweiten Abschnitt änderte sich am Spielverlauf wenig. Obwohl Sinner seinen Service besser unter Kontrolle bekam, fehlte weiterhin das Timing von der Grundlinie, zudem streute er nach wie vor viele unerzwungene Fehler ein. So war gegen ein Kaliber wie Carreño Busta kein Kraut gewachsen. Im gesamten Match ließ dieser nicht einen einzigen Breakball zu und nutzte selbst die sich bietende Chance im fünften Game. Vor den Augen von NHL-Star Jonathan Huberdeau – der bei den Calgary Flames vor kurzem einen Achtjahresvertrag unterschrieben hat – verwandelte Carreño Busta nach 1.24 Stunden seinen ersten Matchball zum 6:4.

Das Favoritensterben in Montreal geht also weiter. Neben Sinner haben sich auch schon Berrettini, Daniil Medvedev, Carlos Alcaraz, Stefanos Tsitsipas und Andrey Rublev vorzeitig verabschiedet. Carreño Busta trifft im Viertelfinale auf den britischen Qualifikanten Jack Draper.

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