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Novak Djokovic reagierte gereizt. © APA/afp / MARTIN KEEP

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Novak Djokovic reagierte gereizt. © APA/afp / MARTIN KEEP

„Respektlos“: Djokovic ärgert sich vor Sinner-Duell

Jannik Sinner wird am Freitag im Halbfinale der Australian Open gegen Novak Djokovic um das Endspiel kämpfen. Zuvor reagierte der Serbe auf der Pressekonferenz schnippisch.

Der Schüler gegen den Meister, der Jungstar gegen den Altstar, der Prinz gegen den König: Wenn Jannik Sinner am Freitag auf Novak Djokovic trifft, dann prallen zwei Tennis-Generationen aufeinander. Und gerade das macht dieses Duell so besonders. Nach Djokovics glücklichem Halbfinaleinzug wurde er auf der Pressekonferenz jedoch mit einer Generationen-Frage konfrontiert, die ihm gar nicht schmeckte.


Ein Journalist fragte: „Zu Beginn deiner Karriere warst du der Jäger von Rafael Nadal und Roger Federer. Nun scheint es, als wärst du der Jäger von Carlos Alcaraz und Jannik Sinner.“ Djokovic grätschte sofort dazwischen: „Ich jage Jannik und Carlos? Inwiefern?“

„Ich habe 24 Grand Slams gewonnen, vielleicht sollte man das auch mal erwähnen.“ Novak Djokovic

Der Journalist verwies auf die Dominanz der beiden Jungstars in den letzten Jahren, und Djokovic reagierte pikiert: „Ich bin also immer der Jäger und nie der Gejagte?“ Und nach einer kurzen Pause schob er hinterher: „Ich habe 24 Grand Slams gewonnen. Vielleicht sollte man das auch ab und zu mal erwähnen.“

Superstar Novak Djokovic. © APA/afp / WILLIAM WEST

Superstar Novak Djokovic. © APA/afp / WILLIAM WEST


Dann fügte er in Richtung des Reporters hinzu: „Ich finde das etwas respektlos von dir. Zwischen der Zeit von Roger und Rafa und der Zeit von Jannik und Carlos liegen 15 Jahre. Und in den 15 Jahren habe ich die Grand Slams dominiert. Man muss die Dinge ins richtige Verhältnis setzen.“ Djokovic betonte auch: „Roger und Rafa werden immer meine größten Rivalen bleiben. Ich habe auch größten Respekt davor, was Jannik und Carlos leisten. Sie werden das noch lange tun…“



Das alles sei ein natürlicher Zyklus im Sport. „Neue Superstars tauchen auf, vielleicht wird es sogar einen dritten Mann geben. Das ist positiv für unseren Sport.“ Zum Abschluss stellte Djokovic klar: „Ich jage niemandem hinterher, ich konzentriere mich darauf, meine eigene Geschichte zu schreiben.“

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