
Alexander Zverev sorgte mit einem lustigen Spruch für Gelächter. © APA / JULIAN FINNEY
Selbstironie: Zverev verzückt das New Yorker Publikum
Weit nach Mitternacht stand Alexander Zverev erleichtert in den Katakomben des Arthur Ashe Stadiums und freute sich über den ersten souveränen Auftritt bei den US Open.
06. September 2026
Von: dpa/det
Den Gedanken an den vermeintlich leichten Weg zum zweiten Grand-Slam-Titel wies der French-Open-Sieger nach dem Achtelfinaleinzug aber weit von sich. „Hier sind immer noch sehr, sehr gute Spieler dabei“, betonte der 29-Jährige nach dem klaren 6:2, 7:6 (7:2), 6:2 über den Chilenen Alejandro Tabilo. „Hier haben wir (Carlos) Alcaraz im Draw, hier haben wir einen sehr starken Ben Shelton im Draw, andere Spieler haben besser gespielt als ich in den letzten Wochen.“
Bei Zverev selbst zeigte die Formkurve nach zwei holprigen Fünf-Satz-Krimis nun zumindest nach oben. Besonders im ersten und dritten Satz präsentierte sich der Hamburger deutlich verbessert und überstand auch Frustmomente. Anfang des dritten Durchgangs warf Zverev seinen Schläger wütend an die Wand hinter der Grundlinie – durfte aber nach 2:25 Stunden Spielzeit um 1.09 Uhr jubeln.
Lustiger Spruch verzückt Publikum
Für die ersten beiden Siege beim Grand-Slam-Turnier in New York hatte Zverev insgesamt noch neuneinhalb Stunden gebraucht. Nun sparte der 29-Jährige wertvolle Energie für das Achtelfinale gegen den an Nummer 21 gesetzten Italiener Luciano Darderi.„Mein Coach war ziemlich klug: Er hat mir erklärt, dass ein Best-of-Five-Match nicht bedeutet, dass man auch fünf Sätze spielen muss“, scherzte Zverev im Interview mit Andrea Petkovic auf dem Platz voller Selbstironie. „Das wusste ich bis heute nicht.“ Beim Publikum in New York sorgten diese Aussagen für großes Gelächter.
Viele Konkurrenten sind schon raus
Chance auf Titel wächst: Weitere Top-Konkurrenten rausDie Chance auf den zweiten Grand-Slam-Titel wird für den Sieger von Roland Garros dabei auch aufgrund der schwächelnden Konkurrenz immer größer. Am Samstag verabschiedeten sich sein amerikanischer Angstgegner Taylor Fritz und French-Open-Finalgegner Flavio Cobolli aus Italien als nächste Titelanwärter aus dem Turnier. Zuvor waren auch der an Nummer drei gesetzte Félix Auger-Aliassime aus Kanada und Novak Djokovic früh gescheitert. Zudem fehlt Jannik Sinner als Weltranglistenerster verletzt.
Als bestplatzierter möglicher Gegner auf dem angestrebten Weg ins Finale ist der Weltranglisten-15. Learner Tien aus den USA verblieben. Auf die von Zverev genannten Alcaraz und Shelton kann er nun allerdings frühestens im Finale treffen.
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