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Überglücklich: Maja Chwalinska © APA/afp / JULIEN DE ROSA

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Überglücklich: Maja Chwalinska © APA/afp / JULIEN DE ROSA

Sensation in Paris: Diese Qualifikantin steht im Finale

Maja Chwalinska hat ihren sensationellen Erfolgslauf bei den French Open fortgesetzt und mit dem Finaleinzug einen Meilenstein gesetzt.

Die 24-Jährige gewann gegen die Russin Diana Shnaider mit 7:6 (7:4), 6:4 und erreichte als zweite Qualifikantin überhaupt ein Grand-Slam-Finale. Das Kunststück war auch Emma Raducanu bei den US Open 2021 gelungen – die Britin holte damals sogar den Titel.


Dafür muss die Weltranglisten-114. Chwalinska im Finale am Samstag aber die klare Favoritin Mirra Andreeva schlagen. Die 19 Jahre alte Russin hatte kurz zuvor das brisante Halbfinale gegen die Ukrainerin Marta Kostyuk (23) mit 6:1, 6:3 gewonnen und ebenfalls erstmals in ihrer Karriere das Endspiel eines Grand-Slam-Turniers erreicht.

Diana Shnaider musste Maja Chwalinska den Vortritt lassen. © ANSA / MOHAMMED BADRA

Diana Shnaider musste Maja Chwalinska den Vortritt lassen. © ANSA / MOHAMMED BADRA


Chwalinska hatte zu Junioren-Zeiten gemeinsam mit Polens Tennisstar Iga Swiatek auch Doppel gespielt. Doch dann gingen die Karrieren der beiden weit auseinander: Swiatek gewann sechs Grand-Slam-Titel, Chwalinska plagte sich mit vielen Verletzungen und auch einer Depressions-Phase. An diesem Tag entnervte Chwalinska mit ihrem geduldigen und taktisch variantenreichen Spiel auch die von Sascha Bajin trainierte Schnaider. Den Matchball verwertete sie sinnbildlich mit einem Passierball.

Kostyuk zu fehleranfällig

Nach dem anderen Halbfinale hatte Kostyuk wie erwartet auf einen Handschlag mit Andreeva am Netz verzichtet. Damit wollen ukrainische Tennisprofis ein Zeichen des Protests gegen den russischen Angriffskrieg in ihrer Heimat setzen. „Ich werde niemals jemandem glauben, der auf der Weltbühne dieses Sports steht und behauptet, er habe keinerlei Einfluss oder Ähnliches, denn ich habe das selbst erlebt“, sagte Kostyuk hinterher.

Mirra Andreeva steht im Finale. © APA/afp / JULIEN DE ROSA

Mirra Andreeva steht im Finale. © APA/afp / JULIEN DE ROSA


Die an Nummer acht gesetzte Andreeva, die von der früheren spanischen Topspielerin Conchita Martínez trainiert wird, zeigte abermals eine starke Vorstellung und ist im Finale am Samstag die Favoritin.

Im Gegensatz zu Andreeva offenbarte Kostyuk in ihrem ersten Grand-Slam-Halbfinale Nerven. Die 23-Jährige verlor erstmals nach 16 Siegen auf der Tour wieder ein Match, weil sie insgesamt 34 unerzwungene Fehler machte. Sie hatte dem Anschein nach auch Probleme mit dem Wind, ehe das Dach geschlossen wurde. Das Publikum war größtenteils auf Seiten der Ukrainerin, doch auch diese Unterstützung half wenig.

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