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Andreas Seppi war gegen Lorenzo Musetti auf verlorenem Posten. © APA / EXPA/STEFAN ADELSBERGER

Seppi ist gegen Italiens Wunderjungen chancenlos

„Ich will dieses Turnier gewinnen“, hatte der 18-jährige Lorenzo Musetti vor dem Duell mit Andreas Seppi beim Challenger in Forlì getönt. Und er lieferte prompt mit einem glasklaren Zweisatzsieg gegen Südtirols besten Tennisspieler aller Zeiten.

Das Selbstbewusstsein des Teenagers kommt nicht von ungefähr, hat er doch zunächst in Rom mit Stan Wawrinka und Kei Nishikori und nun in Forlì mit Frances Tiafoe drei absolte Weltklassespieler in die Knie gezwungen. Vergleiche mit dem um sechs Monate älteren Jannik Sinner werden seitdem nicht nur in Tennis-Italien gezogen. Nun hat der Weltranglisten-180. auch mit Andreas Seppi (ATP 97) kurzen Prozess gemacht.


Der 18-jährige Musetti besiegte den doppelt so alten Seppi mit 6:3 und 6:1. Wie beim Zweitrunden-Sieg gegen Thomaz Bellucci versuchte der Kalterer, sich ins Spiel reinzubeißen und dem Gegner kaum offene Räume zu gewähren. Die Rechnung ging jedoch nur ganz kurz auf. Beim Stand von 3:2 landete Musetti ein enorm wichtiges Break und zog in der Folge auf 5:2 davon, der erste Satz war damit entschieden. Nun trumpfte der Youngster regelrecht. Mit seinem powervollen Spiel ließ er dem an Nummer sieben gesetzten Südtiroler im zweiten Abschnitt nicht den Hauch einer Chance.

Jetzt wartet Paris
Für Seppi ist das Challenger-Turnier in Mittelitalien somit vorzeitig beendet. Dieses hat er bestritten, um nach seinem frühen Aus in Rom Spielpraxis für die French Open zu sammeln. Nun reist er mit zwei Siegen und einer Niederlage im Gepäck nach Paris, wo ihm heute Abend der Erstrundengegner zugelost wird. Beim Grand-Slam-Turnier in Frankreich steht Seppi zum 15. Mal in Folge im Hauptfeld.



Autor: fop

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