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Bei den US Open des vergangenen Jahres präsentierte sich Jannik Sinner der Tennis-Welt. © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Mike Stobe

Seppi und Sinner: Darauf kommt es in der ersten Runde an

Am Montag haben in New York die US Open begonnen. SportNews wirft einen Blick auf die Duelle mit Südtiroler Beteiligung und erläutert, worauf es für Andreas Seppi und Jannik Sinner ankommt.

Frances Tiafoe und Karen Khachanov heißen die Gegner von Andreas Seppi und Jannik Sinner. Beide haben in ihrer noch jungen Karriere schon Titel gewonnen, beide fühlen sich auf dem Hartplatz pudelwohl – und beide sind schon einmal auf ihren Südtiroler Konkurrenten getroffen.

Seppi gegen Tiafoe
Seppi und Tiafoe begegnen sich zum zweiten Mal bei einem Grand Slam – knapp ein Jahr nach ihrem ersten und zugleich letzten Duell an den Australian Open 2019. Damals behielt der US-Amerikaner nach fünf kräftezehrenden Sätzen die Oberhand. Seither ist der 22-Jährige in der Weltrangliste (ATP 81) etwas abgerutscht, gefährlich ist er nichtsdestotrotz. Egal ob der sehr gute Aufschlag, die krachende Vorhand oder die solide Rückhand, Tiafoe ist ein kompletter Spieler, der allerdings oft den ein oder anderen Fehler zu viel einbaut. Und genau hier muss Seppi den Hebel ansetzen und die Chancen nutzen, die der Youngster ihm bietet.

Andreas Seppi spielt bei den US Open sein 61. Grand-Slam-Turnier. © APA/getty / MATTHEW STOCKMAN


Für den Kalterer ist es hingegen wichtig, gut aufzuschlagen und so viele freie Punkte wie möglich zu gewinnen. Sollte dies gelingen, stehen die Chancen auf einen Sieg gut, denn in den Ballwechseln ist Seppi mehr als nur ebenbürtig. Die sehr schnellen Plätze in New York könnten dem Rasenspezialisten Seppi darüber hinaus zugute kommen – auch wenn er die erste Partie nach dem Lockdown an gleicher Stelle verlor.
Sinner gegen Khachanov
Auf ATP-Niveau hat es diese Partie noch nie gegeben, dennoch kennen sich Jannik Sinner und Karen Khachanov aus dem Effeff – aus vielerlei Gründen. Während der Tennis-Pause haben die beiden Rechtshändler des Öfteren zusammen trainiert, in den sozialen Medien in einem Livechat ihre Erfahrungen ausgetauscht und sind beim Einladungsturnier in Berlin auf ihren heutigen Konkurrenten getroffen. Sinner gewann, wobei dieses Match nur wenig Aussagekraft hat, wurde doch in der Halle unter anderen Voraussetzungen gespielt.

Sinner muss sich gegen den 24-Jährigen, der bereits einen Master-1000-Titel in der Tasche hat, jedenfalls nicht verstecken. Mit seinem temporeichen Spiel kann er jeden Gegner in Bedrängnis bringen, wenn er gleichzeitig seine Fehlerquote tief halt. Khachanov verfügt über eine ähnliche Spielanlage, die etwas schwächere Rückhand, dafür aber über den besseren Aufschlag und die größere Erfahrung. Beim Vorbereitungsturnier in Cincinnati schied er nach zwei Siegen im Achtelfinale aus, Sinner ließ dagegen bereits in der Quali die Segel streichen. Das Momentum liegt also auf der Seite des Weltranglisten-16.. Aber Sinner hat schon in Vergangenheit gezeigt, zu was er in der Lage ist.
US Open: 1. Runde
Jannik Sinner – Karen Khachanov (Dienstag, 17 Uhr)
Andreas Seppi – Frances Tiafoe (Dienstag, 23.30 Uhr)

Autor: leo

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