
Jannik Sinner verbesserte sich erneut. © ANSA / NEIL HALL
Sieg gegen Brooksby: Sinner macht den nächsten Schritt
Jannik Sinner hat in Wimbledon seine nächste Bewährungsprobe hinter sich. Gegen Jenson Brooksby wusste der Südtiroler zwar nicht durchgehend zu glänzen, zeigte aber vor allem bei eigenem Aufschlag wieder jene Stabilität, die ihn auf Rasen so gefährlich macht.
03. Juli 2026
Von: tu
Der Südtiroler setzte sich am Freitagnachmittag gegen Jenson Brooksby mit 6:4, 6:3 und 6:4 in 2.15 Stunden durch und zeigte dabei eine weitere Steigerung im Vergleich zu seinen ersten beiden Auftritten. Ganz makellos war die Vorstellung zwar nicht, doch in den entscheidenden Momenten blieb die Nummer 1 der Welt stabil – vor allem dank eines starken Aufschlags.
Brooksby hielt dabei zu Beginn gut dagegen und brachte seine Aufschlagspiele zunächst sicher durch. Sinner brauchte etwas Zeit, um besser in die Returns zu finden, erhöhte dann aber Schritt für Schritt den Druck. Beim Stand von 3:3 gelang dem Sextner das erste Break der Partie. Danach ließ er bei eigenem Service kaum noch etwas zu und holte sich den ersten Satz mit 6:4. Erwähnenswert: Nur fünf Punkte gab Sinner im gesamten ersten Durchgang bei eigenem Aufschlag ab.
Brooksby gab nie auf.. © ANSA / NEIL HALL
Auch im zweiten Satz wurde schnell klar, dass Brooksby zwar mutig mitspielen wollte, ihm gegen die Qualität des Weltranglistenersten aber oft die letzte Durchschlagskraft fehlte. Der US-Amerikaner suchte die Initiative, attackierte früh und versuchte, Sinner aus dem Rhythmus zu bringen. Doch während Brooksby für seine Punkte hart arbeiten musste, gingen Sinners Aufschlagspiele meist im Eiltempo über die Bühne.
Der Aufschlag als Waffe
Der Service war an diesem Nachmittag ohnehin die große Waffe des Sextners. Sinner schlug insgesamt 13 Asse und holte sich über den ersten Aufschlag immer wieder freie Punkte. Beim Stand von 3:3 gelang ihm auch im zweiten Satz das entscheidende Break, wenig später legte er noch einmal nach und entschied den Durchgang mit 6:3 für sich.Im dritten Satz wurde es dann doch noch einmal kurz unruhig. Der US-Amerikaner gab sich nicht geschlagen, kam plötzlich zu Breakchancen und nahm Sinner sogar den Aufschlag zum zweiten Mal ab, als dieser beim Stand von 5:3 zum Match servierte. Für einen Moment wackelte der Südtiroler – doch die Reaktion folgte sofort. Im anschließenden Returnspiel erhöhte Sinner wieder den Druck und verwandelte schließlich seinen dritten Matchball.
Der Aufschlag half Sinner heute viel. © ANSA / NEIL HALL
Es war also kein perfekter Auftritt, aber ein wichtiger Schritt nach vorne. Sinner leistete sich zwischendurch zwar ungewohnte Fehler und spielte Brooksby nicht durchgehend an die Wand, doch nach dem Fünfsatz-Krimi gegen Miomir Kecmanovic und dem engen Duell mit Nuno Borges war erneut eine klare Steigerung zu erkennen.
Im Achtelfinale trifft der Sextner nun auf Überraschungsmann Shintaro Mochizuki aus Japan (ATP 151), der Rafael Jodar (ATP 26) in vier Sätzen aus dem Turnier geworfen hat.
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