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Jannik Sinner musste sich gegen Alexander Zverev geschlagen geben. © APA/afp / TIMOTHY A. CLARY

Sinner beißt sich an Zverev die Zähne aus

Aus und vorbei: Jannik Sinner ist bei den US Open im Achtelfinale an Alexander Zverev gescheitert. Der Deutsche war an diesem Tag einfach eine Nummer zu groß.

Bereits vor dem Spiel war klar, dass Sinner eine wahre Meisterleistung braucht, um Zverev aus dem Turnier zu werfen. Schließlich hat der gebürtige Hamburger nach Olympia-Gold in Tokio auch das Masters-Turnier in Cincinnati gewonnen. Genau dies bewahrheitete sich am Montag in New York: Zverev bezwang Sinner in der Runde der letzten 16 in drei Sätzen mit 6:4, 6:4 und 7:6(7). Dabei bot der Südtiroler keineswegs eine enttäuschende Leistung, doch sein Kontrahent offenbarte nahezu keine Schwächen.


Im ersten Durchgang nutzte Zverev im Arthur Ashe Stadium seinen insgesamt dritten Breakball und ging damit zwischenzeitlich mit 3:2 in Führung. In der Folge ließ die Nummer 4 der Weltrangliste nichts mehr anbrennen (es gab keine Breakmöglichkeit mehr für Sinner) und entschied den ersten Satz mit 6:4 für sich.

Sinner stark, Zverev überragend
Der zweite Durchgang war von Beginn an von hohem Tempo geprägt. So entwickelte sich ein sehr ansehnliches Match. Schließlich gibt es wenige Spieler auf der Tour, die den Ball so beschleunigen können wie Sinner und Zverev. Bis zum Stand von 4:4 servierten aber beide gut und ließen somit keine Breakbälle zu.

In der Form seines Lebens: Alexander „Sascha“ Zverev. © APA/afp / TIMOTHY A. CLARY

Im darauffolgenden Game musste der 20-jährige Südtiroler aber dann seinen Service abgeben – auch, wenn er zunächst gleich fünf Breakbälle abwehren konnte. Anschließend hatte Sinner dann eine Doppelmöglichkeit zum Re-Break, doch Zverev packte gerade in den Phasen, in denen er am meisten unter Druck stand, immer wieder seine besten Aufschläge aus. So holte sich der 24-Jährige schließlich auch den zweiten Satz mit 6:4, obwohl Sinner ebenfalls starkes Tennis spielte.
Sinner dreht auf, lässt aber Satzbälle liegen
Anschließend sah alles danach aus, als hätte Zverev in der Mittagshitze von New York (bei wechselnden Licht-Schatten-Verhältnissen) keine großen Probleme mehr, das Match nach Hause zu schaukeln. So nahm Zverev dem Pusterer das zweite Aufschlagspiel ab und sorgte damit für die vermeintliche Vorentscheidung. Doch Sinner kämpfte sich wieder zurück und konnte mit einem Break auf 4:4 stellen. In der Folge hatte Zverev große Schwierigkeiten mit dem druckvollen Spiel des Südtirolers, der jetzt näher an der Grundlinie stand. Der Deutsche musste zwei Satzbälle abwehren und rettete sich irgendwie in den Tiebreak.

Jannik Sinner spielte im dritten Satz sein bestes Tennis. © APA/getty / Sarah Stier

Im Tiebreak ließ Sinner beim Stand von 6:5 (plus eigenem Aufschlag) dann eine riesige Chance ungenutzt. Zverev schien bei diesem Ballwechsel bereits geschlagen, doch Sinner verzog eine Vorhand ins Aus und konnte damit den Satzball nicht nutzen. Anschließend wirkte der Sextner etwas frustriert, während Zverev schlussendlich nach 2:28 Stunden Spielzeit seinen ersten Matchball zum 9:7 verwertete. Damit zog der Deutsche beim Grand-Slam-Turnier in New York ins Viertelfinale ein und stellte in seiner persönlichen Bilanz gegen Sinner auf 2:1.

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