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Jannik Sinner hat ein starkes Jahr hinter sich. © Jannik Sinner

Sinner-Coach Piatti: „Zeige ihm Videos von Federer & Co.“

Jannik Sinner hat mit dem Turniersieg in Sofia den nächsten Meilenstein in seiner Karriere gesetzt. Eine großartige Leistung des Südtirolers, der auch von Riccardo Piattis Trainingsmethoden profitiert.

Piatti ist in der Tennis-Szene bekannt wie ein bunter Hund. So hat der 62-jährige Italiener in seiner Karriere unter anderem schon Novak Djokovic trainiert. Sinner steht seit gut 5 Jahren unter den Fittichen von Piatti, nachdem er im Sommer 2015 in dessen Akademie nach Bordighera zog.

Piatti lobt Sinners Nervenstärke
Nach Sinners 1. ATP-Titel in Sofia stand sein Coach den italienischen Tageszeitungen Corriere dello Sport und Il Secolo XIX Rede und Antwort. Dabei hat er besonders die erstaunliche Reife seines jungen Schützlings herausgehoben. „Jannik schafft es, auch in schwierigen Momenten zumeist die richtige Lösung zu finden. Ich sage ihm aber oft, dass er in solchen Situationen noch häufiger die einfache Lösung suchen muss, als den schwierigen Ball zu spielen. Manchmal kann dies nämlich kontraproduktiv sein.“

Jannik Sinner hört auf den Rat von Riccardo Piatti. © Jannik Sinner


Genau diese Momente seien für Piatti im Tennis entscheidend: „Ich habe Jannik viele Videos von Federer, Nadal und Djokovic gezeigt. Aber nur solche Sequenzen, in denen sie gerade nicht gut spielten oder in einer kritischen Situation waren. Er kann daraus lernen, wie man aus solchen Situationen wieder rauskommt.“
Die Corona-Pause gut genutzt
Besonders die Corona-Pause habe Sinner laut Piatti gut genutzt: „Da keine Turniere stattfanden, hat er 2 bis 3 Mal am Tag trainiert und dadurch seine taktischen und technischen Fähigkeiten weiter verbessert. Im Juni konnte Jannik dann in Monaco gemeinsam mit Zverev, Berrettini, Goffin, Dimitrov, und Wawrinka trainieren und gegen sie spielen.“

„Jannik ist ein zielstrebiger Kerl, der Tennis liebt“
Riccardo Piatti

Piatti behauptet, dass es für den Sextner wichtig sei, trotz des ganzen Rubels um seine Person weiterhin positiv zu bleiben. „Erinnern sie sich an die Sportler, die die Erwartungen am Ende nicht erfüllt haben? Ich wüsste nicht, warum ich das tun sollte. Es bringt nichts, Ängste zu schnüren. Jannik ist ein zielstrebiger Kerl, der Tennis liebt und alles darüber wissen will. Wir wollen einfach den eingeschlagenen Weg weitergehen, denn es liegt noch ein langer vor uns.“

Schlagwörter: Tennis

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