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Sinner entgeht Hype: „Bin nur im Hotel oder auf dem Platz“

Die Hauptattraktion beim Masters-1000-Turnier von Rom heißt Jannik Sinner. Wie groß der Rummel um den Sextner Tennisstar tatsächlich ist, zeigt sich auch anhand einer Aussage, die der 24-Jährige im Anschluss an seinen Auftaktsieg gegen Sebastian Ofner tätigte.

In seiner Wahlheimat Monte-Carlo ist Jannik Sinner einer von vielen Sportstars. Formel-1-Fahrer und Tennisspieler leben hier Seite an Seite. Ihre Gegenwart löst bei den Monegassen keine Luftsprünge aus, ihre Präsenz – man ist sie gewohnt. Anders ist die Situation dieser Tage in Rom, wo nur der Papst dem Sextner in Sachen Bekanntheitsgrad das Wasser reichen kann. Sinner versucht jedoch, diesem Trubel aus dem Weg zu gehen, wie er am Samstag auf der Pressekonferenz erklärte.


Auf die Frage, wie er den Hype um seine Person wahrnimmt, antwortete Sinner: „Das ist schwer zu sagen, weil ich praktisch nur vom Hotel zu den Plätzen fahre und wieder zurück. In Italien haben sich in den letzten Jahren viele Dinge verändert“, spielte Sinner die entfachte Tennis-Euphorie an. „Menschen wissen, dass hier zurzeit das Tennisturnier ist und kennen die Restaurants, wo sie Tennisspieler antreffen könnten. Ich ziehe es deshalb vor, mit aller Ruhe im Hotel zu bleiben.“

Rappelvoll: Der Center Court beim Sinner-Auftakt. © ANSA / ALESSANDRO DI MEO

Rappelvoll: Der Center Court beim Sinner-Auftakt. © ANSA / ALESSANDRO DI MEO


Die Liebe von den Fans bekomme er aber natürlich zu spüren. „Egal, ob bei einem Match oder beim Training – ich bin jedes Mal von der Zuneigung, die ich hier erfahre, überwältigt. Vor allem freut es mich, so viele Kinder hier zu sehen, die für den Tennissport brennen“, erklärte Sinner.

Positiver Auftakt

Beim Sieg gegen Ofner gewährte Südtirols Sportler des Jahres zum dritten Match in Serie seinem Gegenüber keinen einzigen Breakball. Was zuvor auch Arthur Fils und Alexander Zverev in Madrid vergeblich probierten, gelang auch dem Österreicher nicht. „Der heutige Erfolg war nicht selbstverständlich“, betonte Sinner. „Seit unserem einzigen Duell (2019 beim Challenger in St. Ulrich, Anm. d. Red.) haben wir uns beide verändert. In gewisser Weise war er für mich ein neuer Gegner. Aber ich finde, dass ich mich gut angepasst habe und mit der Leistung zufrieden sein kann. Zumal das erste Match bei einem Turnier immer tückisch ist.“

Jannik Sinner ist in Rom der große Star. © APA/afp / TIZIANA FABI

Jannik Sinner ist in Rom der große Star. © APA/afp / TIZIANA FABI


„Es war generell eine gute, solide Leistung“, betonte hingegen Ofner. „Ich habe sehr gut mitgehalten und gesehen, dass die Form wieder stimmt. Darauf kann ich aufbauen. Er ist ganz klar der Beste der Welt, da merkt man schon, dass noch ein Unterschied da ist.“ Die Partie sei auch aufgrund des „richtig geilen Publikums“ ein Höhepunkt gewesen.

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