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So jubelte Marton Fucsovics nach seinem Erstrunden sieg. © Screenshot

Sinner gegen den „ungarischen Hulk“

Vor dem möglichen Achtelfinal-Kracher gegen Stefanos Tsitsipas steht Jannik Sinner am Freitag bei den Australian Open ein Duell bevor, das nicht nur wegen der Historie zwischen den beiden Spielern Brisanz birgt. Sein Gegner hat nach einer freizügigen Jubelpose in den letzten Tagen nämlich viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Marton Fucsovics ist ein sehr guter Tennisspieler. Einer, der in Wimbledon schon einmal das Viertelfinale erreicht hat. Die großen Schlagzeilen gehören dem Ungar in der Regel aber nicht, obwohl der 30-Jährige immer für einen Zauberschlag zu haben ist. Bei den Australian Open hat sich das schlagartig geändert. Nachdem Fucsovics in der ersten Runde den Argentinier Federico nach über vier Stunden in fünf umkämpften Sätzen schlug, zog er blank. Die Bilder davon kursierten schnell im Netz, auch Tennis-Kollegen wie Daniil Medvedev konnten sich amüsante Kommentare nicht verkneifen. Schnell erhielt er den Übernamen „Hulk“.


Nicht nur sein muskelbepackter Körper beeindruckt, sondern auch seine Leistungen auf dem Platz. Fucsovics, zurzeit auf Rang 78 der Weltrangliste, war bereits die Nummer 31. Er hat es in seiner Karriere immer wieder geschafft, die großen Namen zu ärgern – auch Sinner. Zwei Duelle entschied der für sein solides Spiel bekannte Ungar für sich: Bei den Australian Open 2020, nachdem Sinner sein erstes Match bei einem Grand Slam gewonnen hatte, siegte er mit 6:4, 6:4 und 6:3. Ein Jahr später in Wimbledon behielt er in vier umkämpften Sätzen die Oberhand. Sinner setzte sich hingegen 2020 bei seinem ersten Titelgewinn in Sofia klar in zwei Durchgängen durch.

Ein kompletter Spieler

Doch was ist es, was Fucsovics gefährlich macht? Der Rechtshänder kann exzellent das Tempo des Gegners aufnehmen, weshalb die harten Schläge von Sinner ihm keine allzu großen Probleme bereiten. Zudem ist er ein guter Aufschläger, der es nicht scheut, das Diktat zu übernehmen und viele Gewinnschläge zu platzieren. Allein in den ersten zwei Matches brachte er 102 davon an. Sie verhalfen ihm auch zum Zweitrundensieg gegen Lloyd Harris, an dessen Anschluss er dezenter jubelte. „Zu kalt, um oberkörperfrei zu jubeln“, schrieb er in den sozialen Medien.

Fordert Sinner heraus: Marton Fucsovics © ANSA / FAZRY ISMAIL


Sinner ist somit gewarnt. Eine hohe Quote von ersten Services und eine gute Länge in den Grundschlägen wird wohl der Schlüssel sein. Das Match steigt am Freitag um 1 Uhr nachts (MEZ).

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