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Jannik Sinner ist weiter. © ANSA / Emilio Naranjo

Sinner hat’s wieder getan

Neues Turnier, altes Bild: Zum bereits vierten Mal in der laufenden Saison hat Jannik Sinner ein Match noch gewonnen, bei dem er mindestens einen Matchball abwehren musste.

Mit dem Masters-1000-Turnier in Madrid verband der Sextner keine guten Erinnerungen. Im Vorjahr war im Achtelfinale das Duell mit Rafael Nadal bereits aufgelegt, doch dieses fand nie statt, weil Sinner völlig überraschend gegen Alexei Poypirin in der zweiten Runde verlor. In diesem Jahr will der Südtiroler es besser machen. Der erste Schritt dazu ist getan: Sinner bezwang am Montag den US-Amerikaner Tommy Paul (ATP 35) mit 6:7, 7:6 und 6:3. In der zweiten Runde trifft er nun auf den Australier Alex De Minaur (ATP 22), der den Spanier Pedro Martinez (ATP 44) mit 7:6, 1:6 und 6:3 in die Schranken wies.


Sinner und Paul eröffneten am Montag das Programm in der Caja Mágica in Madrid. Nach einem kurzen Abtasten schien das Match den gewohnten Lauf zu nehmen, als der druckvoll agierende Sinner auf 5:2 davonzog. Mit dem Break im Rücken ließ der 20-Jährige aber etwas locker, was Paul prompt bestrafte. Mit punktgenauen Returns und der mächtigen Vorhand jagte er seinen jüngeren Kontrahenten förmlich um den Platz. Und so wurde Sinner auch bei eigenem Aufschlag immer wieder in die Defensive gedrängt. Die Folge: Das Break zum 4:5. Nun riss beim Weltranglisten-12. komplett der Faden. Zwar rettete er sich irgendwie in den Tiebreak, dort geriet er aber schnell ins Hintertreffen und gab den Satz ab.

Tommy Paul fand das richtige Rezept. © ANSA / Emilio Naranjo


Damit nicht genug: Paul erwischte auch im zweiten Durchgang einen Blitzstart, profitierte vom fehlerbehafteten Spiel seines Gegners, der vor allem mit der Rückhand eine Unmenge an Bällen verschlug, und entlief auf 3:0. Sinner stemmte sich gegen die drohende Niederlage, peitschte sich immer wieder nach vorne – und wurde tatsächlich für den Aufwand belohnt. Als Paul für das Match aufschlug, machte der Schützling von Simone Vagnozzi zwei Matchbälle zunichte. Kurz darauf holte er sich durch drei krachende Vorhände das Break zurück. Sinner kam auf 5:5 heran, musste anschließend noch einen Matchball abwehren, ehe es erneut in den Tiebreak ging. In diesem stieg die Spannung ins Unermessliche. Sinner hielt dem Druck stand und erzwang – obwohl er weiterhin nicht sein bestes Tennis spielte – einen Entscheidungssatz.
Sinner lässt sich behandeln
Dieser begann für alle Sinner-Fans mit einem abermaligen Rückschlag. Nach dem 2:1 verschwand der Sextner samt Physiotherapeut in die Katakomben, um sich an der Leiste behandeln zu lassen. Die rund achtminütige Pause brach jedoch nicht Sinners Rhythmus, sondern jenen seines Gegners. Paul streute ein katastrophales Game ein, wodurch er Sinner quasi ein Break schenkte. Anschließend hatte der US-Amerikaner zudem Glück, dass der Youngster beim Stand von 4:1 zwei weitere Breakchancen ungenützt ließ. So wurde es zwar noch einmal spannend, Sinner ließ sich die Butter aber nicht mehr vom Brot nehmen. Nach rund drei Stunden verwertete er seinen ersten Matchball.

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