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Jannik Sinner steht im Halbfinale. © APA / HELMUT FOHRINGER

Sinner in Bestform sorgt für Déjà-vu

Die fantastische Tennis-Saison des Jannik Sinner ist um ein weiteres Kapitel reicher. Im Viertelfinale des ATP-250-Turniers in Sofia schlug der Südtiroler Alex De Minaur mit einer Meisterleistung.

Der 21-jährige Australier konnte sich damit nicht für das verlorene Finale an den letztjährigen Next Gen ATP Finals revanchieren. Am Donnerstag behielt Sinner nach einem harten Kampf erneut die Oberhand und zog in das Halbfinale von Sofia ein, wo der französische Routinier Adrian Mannarino (ATP 35) wartet. Der Sextner verwertete seinen 1. Matchball nach 2:11 Stunden zum 6:7, 6:4, 6:1-Endstand.


Das was die Partie versprach, bot sie ab dem ersten Punkt: Der druckvoll agierende Sinner schickte den pfeilschnellen De Minaur immer wieder auf die Reise. Letzterer gilt aber nicht umsonst als einer der besten Defensivspieler auf der Tour, was er mit teils spektakulären Rettungsaktionen immer wieder zur Schau stellte.

De Minaur zunächst solider
Die erste Kostprobe davon bekamen die wenigen Zuschauer in Sofia im 3. Spiel, als der Australier die Aufschläge des Südtirolers auf die Linien retournierte und sich dadurch das 1. Break holte. Die Freude des Weltranglisten-25. währte allerdings nur kurz, denn unmittelbar danach breakte Sinner dank der größer werdenden Sicherheit zurück. Überhaupt steigerte sich der Sextner von Minute zu Minute – auch im Vergleich zu den ersten beiden Partien in Sofia. Weil auch De Minaur ausgezeichnet spielte, entwickelte sich eine Partie auf sehr hohem Niveau. Ein Break gelang im 1. Satz aber keinem der beiden Spieler mehr, obwohl Sinner eine weitere Möglichkeit vorfand. Es ging ins Tiebreak, wo De Minaur von zahlreichen Vorhandfehlern seines Gegenübers profitierte und den Satz für sich entschied.

Das Kopf-an-Kopf-Rennen setzte sich im 2. Durchgang fort, wobei die Aufschläger nun deutlich weniger Mühe hatten, ihren Service zu halten. Erst im 7. Spiel, als De Minaur schon mit 40:0 zu führte, bot sich dem Rückschläger die 1. Chance. Diese nutzte Sinner nicht, dafür packte er aber die 2. mit einem einmal mehr perfekten Return beim Schopf. Das so wertvolle Break war anschließend in Gefahr, doch Sinner behielt bei insgesamt 4 Breakchancen kühlen Kopf und gewann den hochklassigen 2. Satz mit 6:4.
In Trance
Nun hatte Sinner Blut geleckt: Während De Minaur begann, mehr Fehler zu begehen, lief der Weltranglisten-44. zur Bestform auf. Egal was er versuchte – es gelang. Das logische Ergebnis? Schnell führte das Ausnahmetalent mit 4:0. Beim Australier machte sich zunehmends Frust breit. Nichts, aber auch gar nichts konnte den Südtiroler jetzt stoppen. Mit einem Vorhandfehler beendete De Minaur schließlich eine hoch unterhaltsame Partie, in der der Südtiroler einmal mehr seine große Klasse zeigte. Am Freitag kämpft Sinner gegen Mannarino um sein 1. Finale auf der ATP-Tour.

Autor: leo

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