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Jannik Sinner war in Antwerpen eine Klasse für sich. © ANSA / OLIVIER HOSLET

Sinner ist der König von Belgien

Er ist als Favorit ins Turnier gegangen – und dieser Rolle eindrucksvoll gerecht geworden. Jannik Sinner hat sich am Sonntag beim ATP-250-Turnier im belgischen Antwerpen in überragender Manier den Sieg geholt.

Es war alles angerichtet für ein Traumfinale: Sinner (ATP 13) zog als topgesetzter Spieler ohne Satzverlust ins Endspiel ein. Aber auch sein Kontrahent, der Argentinier Diego Schwartzman (ATP 14), der als Nummer 2 gesetzt war, hatte bis dato in diesem Turnier noch keinen Satz abgegeben. Lediglich gegen Altstar Andy Murray musste er ins Tiebreak. Aus dem Traumfinale wurde schlussendlich aber eine klare Angelegenheit. Zu gut, zu stark, zu sicher agierte Sinner. Der 20-jährige Sextner ließ dem 29-jährigen Südamerikaner kaum eine Chance und setzte sich nach 1:16 Stunden souverän mit 6:2, 6:2 durch.


Aber der Reihe nach: Im ersten Satz legte Sinner stark los und holte sich gleich im dritten Game mit einem krachenden Vorhand-Winner das erste Break. Seinen eigenen Aufschlag brachte er anschließend ohne Punktverlust durch. Schon in der frühen Phase dieser Begegnung merkte man: Sinner will diesen Sieg unbedingt. Das Momentum lag auf seiner Seite, der Argentinier hatte dem groß aufspielenden Südtiroler nur wenig entgegenzusetzen. Im 5. Game holte sich der Pusterer das nächste Break und ging mit 4:1 in Führung. Bei eigenem Service wehrte er anschließend 2 Breakbälle ab und erhöhte auf 5:1. Schwartzman bewies aber nochmals Moral und wehrte selbst 2 Break- und Satzbälle ab. Gleich darauf machte Sinner aber alles klar und entschied den ersten Satz in 39 Minuten für sich.

Sinner zeigte eine überragende Partie. © ANSA / OLIVIER HOSLET



Im zweiten Satz von Beginn an dasselbe Bild: Ein bestens aufgelegter Sinner. Schon im ersten Game nahm der Sextner dem Argentinier den Aufschlag ab – und das zu Null. Ohne Punktverlust brachte Sinner auch den eigenen Aufschlag durch. Das Spiel glich nun einer Machtdemonstration. Aber auch diesem Zeitpunkt ließ sich Schwartzman nicht hängen und kam auf 1:2 heran. Dies war jedoch nur ein kurzes Aufbäumen. Mit einem weiteren Game ohne Punktverlust ging Sinner 3:1 in Führung und schaffte gleich danach das Break zum 4:1. Dies war die endgültige Vorentscheidung, der Widerstand des Südamerikaners schien gebrochen. Schwartzman brachte den eigenen Aufschlag zwar nochmals durch, aber bei eigenem Service erarbeitete sich Sinner mit einer 40:15-Führung 2 Matchbälle – und verwandelte den zweiten.

Schwartzman hatte dem jungen Südtiroler nur wenig entgegenzusetzen. © ANSA / OLIVIER HOSLET


Für Sinner war es bereits der 4. ATP-Turniersieg in diesem Jahr. Damit schreibt er weiter Tennis-Geschichte: Noch nie zuvor hat ein Spieler aus Italien 4 ATP-Titel in nur einer Saison gewonnen. Insgesamt war es sein 5. ATP-Erfolg bei 6 Finalteilnahmen. In der Weltrangliste wird er auf Platz 11 hochklettern. Schon dieser Tage steht für Sinner der nächste Härtetest auf dem Programm. Der 20-Jährige nimmt in Wien beim hochkarätig besetzten ATP-500-Turnier teil. Am Dienstag oder Mittwoch trifft Sinner, der an Nummer 7 gesetzt ist, im Sechzehntelfinale auf den US-amerikanischen Aufschlagriesen Reilly Opelka (ATP 25).

Den gesamten Spielverlauf gibt's im SportNews-Liveticker nachzulesen.
Sinners ATP-Turniersiege* im Überblick:

2020: ATP 250 in Sofia (BUL)
2021: ATP 250 in Melbourne (AUS)
2021: ATP 500 in Washington (USA)
2021: ATP 250 in Sofia (BUL)
2021: ATP 250 in Antwerpen (BEL)

*2019 hat Sinner die Next Gen Finals gewonnen, bei denen aber keine Weltranglistenpunkte vergeben werden.

Schlagwörter: Tennis Sinner ATP Antwerpen

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