T Tennis

Steht in Sofia im Halbfinale: Jannik Sinner © APA/getty / MATTHEW STOCKMAN

Sinner kämpft sich ins Halbfinale

Eine Willensleistung hat Jannik Sinner beim ATP-250-Turnier von Sofia ins Halbfinale gehievt. Sein Gegner James Duckworth forderte ihm alles ab.

Der Name Duckworth weckt bei Sinner gemischte Gefühle. Einerseits überließ der 20-Jährige dem Australier im letzten Jahr beim ATP-250-Turnier in Köln nur drei Games, andererseits kassierte Sinner vor nicht einmal zwei Monaten beim Masters in Toronto eine bittere Zweisatz-Niederlage. Am Freitag konnte er sich dafür revanchieren und gewann nach einem harten Kampf mit 7:6 und 6:4.


Sinner erwischte in der bulgarischen Hauptstadt einen Horrorstart, verlor zehn der ersten zwölf Punkte und geriet schnell mit 0:3 in Rückstand. Zwar bügelte er diesen schnell aus, Duckworth schaffte beim Stand von 3:2 aber ein weiteres Break und entlief auf 5:2. Der Südtiroler wirkte lethargisch, längst nicht so spritzig und reaktionsfreudig, wie noch im Achtelfinale. Sein Kontrahent überzeugte dagegen in allen Belangen: Er attackierte die zweiten Aufschläge des Youngsters konsequent, agierte in der Defensive stark und schlug zudem gut auf. All dies führte dazu, dass Sinner dauerhaft unter Druck stand und nie sein bestes Tennis entfalten konnte. Aber er kämpfte – und holte sich, auch dank tatkräftiger Mithilfe Duckworths, das zweite Break zurück.

Die Emotionen kochen hoch
Die Wende? Nein, denn beim Stand von 5:6 musste Sinner einen Satzball abwehren. Er rettete sich dank starker erster Aufschläge aber in den Tiebreak, den der Weltranglisten-14. dann auch mit 7:4 gewann. Völlig frustriert legte sich Duckworth mit der Stuhlschiedsrichterin an, die zwei Bälle zu Sinners Gunsten überstimmt hatte. Und er konnte es nicht fassen, dass er einen 62 Minuten langen Satz verloren hatte, in dem er eigentlich der bessere Spieler war.

Die Intensität, die Sinners Spiel noch gegen Ende des erstes Satzes ausgezeichnet hatte, ging zu Beginn des zweiten Abschnittes verloren. Duckworth bestrafte dies, holte sich gleich zum Start das Break – und hatte wenige Minuten später sogar die Chance auf das Doppel-Break. Anstatt diese zu nutzen, wurde er Zeuge der nächsten Sinner-Aufholjagd: Er wandelte einen 2:4-Rückstand in eine 5:4-Führung um und zwang Duckworth also, gegen den Spielverlust aufzuschlagen. Der Australier kam mit diesem Druck nicht zurecht, zudem spielte Sinner zwei krachende Vorhand-Gewinner – und so zog der 20-Jährige trotz großer Mühe ins Halbfinale ein.
Sinner betritt Neuland
Dort trifft der Südtiroler auf Filip Krajinovic (ATP 37), der Kamil Majchrzak (ATP 125) in drei Sätzen mit 6:3, 4:6 und 6:3 niederrang. Sinner und der Serbe sind sich in einem offiziellen Match noch nie begegnet. Das Match in Sofia beginnt um 17 Uhr.

Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2022 Sportnews - IT00853870210