
Carlos Alcaraz bleibt über den Jahreswechsel hinaus die Nummer eins. © APA/afp / MARCO BERTORELLO
Sinner kann nur zuschauen: Alcaraz bleibt Nummer eins
Mit einem hart erarbeiteten Sieg über Lorenzo Musetti hat Carlos Alcaraz seinem Rivalen Jannik Sinner die letzte Chance auf Platz eins der Weltrangliste in diesem Jahr genommen.
13. November 2025
Von: nie
Anfang November stürmte Jannik Sinner mit seinem Triumph beim Masters in Paris noch an die Spitze der Weltrangliste, am Donnerstagabend rückte die Nummer eins vorerst wieder in die Ferne. Carlos Alcaraz setzte sich nämlich in seinem abschließenden Match der Gruppe Jimmy Connors bei den ATP Finals in Turin in zwei Sätzen gegen Lorenzo Musetti durch (6:4, 6:1). Der 22-Jährige feierte somit seinen dritten Sieg im dritten Spiel und ist nun über den Jahreswechsel hinaus uneinholbar Weltranglistenerster. Selbst im Falle einer Titelverteidigung bliebe Sinner „nur“ der zweite Platz.
Das Duell zwischen Alcaraz und Musetti wurde zunächst mit offenem Visier geführt, letzterer wusste vor allem mit seiner einhändigen Rückhand immer wieder zu überzeugen. Beide Protagonisten gaben sich bei eigenem Aufschlag zunächst keine Blöße und ließen ihrem Gegenüber keine Chance – bis zum ersten Knackpunkt der Partie. Beim Stand von 5:4 erzwang Alcaraz zunächst den Einstand, kurz darauf folgte ein phänomenaler Returnwinner mit der Vorhand zur Breakchance. Die erste vergab der sechsmalige Grand-Slam-Sieger noch, nach einem sehenswerten Schlagabtausch bot sich Alcaraz aber die zweite Möglichkeit zum Break. Dank eines Vorhandfehlers seines Gegners entschied der Spanier den ersten Satz für sich.
Alcaraz, die Vorhand-Macht
Ein Dämpfer für Musetti, der im zweiten Satz schließlich komplett gebrochen wurde. Während sich der 23-jährige Italiener, der für Novak Djokovic ins Turnier nachgerückt war, im ersten Abschnitt noch auf Augenhöhe mit Alcaraz bewegt hatte, war nur wenig später ein Klassenunterschied zu erkennen.Carlos Alcaraz ließ gegen Lorenzo Musetti nichts anbrennen. © ANSA / Alessandro Di Marco
Vor allem die Vorhand trug zu diesem Bild bei: Alcaraz dominierte das Match mit 17 Vorhand-Winnern, Musetti gelangen an diesem Abend hingegen nur zwei. Im vierten und sechsten Game schnappte sich Alcaraz das Break und verwandelte nach 1:23 Stunden schließlich seinen dritten Matchball.
Alcaraz: „Unheimlich wichtig“
Die Freude kannte bei Alcaraz anschließend keine Grenzen. Mehrmals brüllte der Himmelsstürmer lautstark „Vamos!“, gemeinsam mit seinem Team feierte er ausgelassen. Die Kameralinse signierte er schließlich stolz mit „#1“ und unterstrich damit: Die Nummer eins – das bin ich. Alcaraz zog zum zweiten Mal in seiner Karriere in das Halbfinale der ATP Finals ein, hinter ihm qualifizierte sich auch Alex de Minaur für die Runde der letzten Vier. Da Sinner in der Gruppe Björn Borg bereits als Gruppenerster feststeht, bekommt es der Südtiroler mit dem Australier zu tun.Die Freude bei Carlos Alcaraz war riesengroß. © APA/afp / MARCO BERTORELLO
„Das Match war für mich unheimlich wichtig. Um die Nummer eins zu spielen – da beginnt man auch mal etwas nervös“, meinte Alcaraz anschließend im Interview. „Ich bin einfach nur glücklich darüber, so gespielt zu haben und das Jahr als Nummer eins beenden zu können.“ Auf wen der zweimalige Wimbledon-Sieger im Halbfinale treffen wird, steht übrigens noch nicht fest. Der Gegner wird am Freitagabend im Duell zwischen Alexander Zverev und Félix Auger-Aliassime ermittelt.
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