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Schrie nach dem Triumph über Alex De Minaur seine Freude heraus: Jannik Sinner. © APA/afp / PAUL CROCK

Sinner kegelt den letzten Lokalmatador hinaus

Jannik Sinner bleibt für Alex De Minaur ein Rotes Tuch. Auch im dritten Anlauf musste sich der Australier dem Südtiroler geschlagen geben. Während Sinner zum ersten Mal im Viertelfinale der Australian Open steht, hat sich der letzte Lokalmatador aus dem Grand-Slam-Turnier verabschiedet.

Das Achtelfinalmatch in Melbourne war das dritte Mal, dass sich Alex De Minaur und Jannik Sinner (NextGen 2019 und Sofia 2020) begegnet sind. Beide Male musste sich der Australier, der uruguayische und spanische Wurzeln hat, geschlagen geben. Und so war es auch am Montag in Melbourne, als ein extrem stark in Form wirkender Sinner die Nummer 42 der Weltrangliste in drei Sätzen (7:6 (7:3), 6:3, 6:4) in die Schranken wies.


Das Spiel zwischen dem 22-jährigen De Minaur und dem zwei Jahre jüngeren Sinner war von Anfang an auf einem hohen Niveau und ziemlich unterhaltsam. Angepeitscht vom frenetischen Publikum in der Rod-Laver-Arena ging es hin und her, nicht selten endeten die Ballwechsel mit spektakulären Punktgewinnen. De Minaur zeigte, dass er vor heimischen Fans eine hart zu knackende Nuss sein wird. Eines gab es im ersten Satz aber nicht: ein Break. Und so musste das Tie-Break herhalten um den ersten Satz nach 71 Minuten zu Gunsten von Sinner entscheiden.

Begann ernorm stark, baute mit Fortdauer der Partie aber ab: Alex De Minaur. © APA/afp / PAUL CROCK

Während De Minaur dem extrem hohen Tempo im ersten Satz Tribut zollen musste, gab Sinner weiterhin mächtig Gas. Schließlich konnte der Sextner den zweiten Breakball im zweiten Satz verwandeln und auf 2:0 davonziehen. Der Australier wirkte hingegen angeschlagen und machte plötzlich einfache Fehler. Zwar fing sich De Minaur von diesem Tief wieder, doch das Rebreak blieb aus und so ging der zweite Satz mit 6:3 klar an Sinner.
De Minaur weniger aggressiv, Sinner legt nach
Der nächste Tiefschlag für De Minaur folgte sogleich. Erneut gab er sein erstes Aufschlagspiel in einem neuen Satz ab. Er wirkte in seinem Spiel jetzt deutlich weniger aggressiv und fing an, nach knapp verlorenen Punkten, mit sich selbst und der Stärke von Sinner zu hadern. Immer wieder blickte De Minaur ungläubig in Richtung Tribüne oder schüttelte den Kopf. Sinner hingegen ließ nicht locker und wehrte schließlich auch den letzten Angriff von De Minaur, der das Rebreak zum 2:4 schaffte, ab. Nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden gewann der Südtiroler, durch einen Fehler seines Kontrahenten, das Match.

Jannik Sinner ließ im Achtelfinale kaum Schwächen erkennen – weder mental noch physisch. © APA/afp / MARTIN KEEP

Für Sinner ist der Sieg über De Minaur ein weiterer Meilenstein in seiner Karriere. Zum zweiten Mal insgesamt – und zum ersten Mal in Melbourne – steht der Südtiroler in einem Grand-Slam-Viertelfinale. 2020 verlor er in Paris gegen Rafael Nadal. Auf den Spanier kann Sinner bei den diesjährigen Australien Open frühestens im Finale treffen. Zuvor steht aber die Runde der letzten acht Spieler an. Der 20-Jährige trifft dort auf den an Nummer 4 gesetzten Stefanos Tsitsipas, der Taylor Fritz in fünf dramatischen Sätzen besiegte.

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