
Jannik Sinner steht in Rom im Viertelfinale. © APA/afp / TIZIANA FABI
Sinner kennt kein Erbarmen – außer nach dem Match
Jannik Sinner bleibt für Italiener unbesiegbar! Im 19. Duell mit einem Azzurro feierte der Weltranglistenerste am Dienstag in Rom seinen 19. Sieg. Danach sendete er eine tolle Botschaft an seinen Gegner.
12. Mai 2026
Von: fop
„Grande Andrea!“ schrieb Jannik Sinner nach dem Spiel mit rotem Filzstift unter seine obligatorische Unterschrift auf die TV-Kamera. Zuvor zeigte er anderthalb Stunden lang deutlich weniger Mitgefühl: Der Südtiroler besiegte Andrea Pellegrino im Achtelfinale des Masters-Turniers in Rom klar mit 6:2, 6:3.
Sinners besondere Widmung nach Spielende hatte ihren Grund: Pellegrino war bei den diesjährigen Internazionali d'Italia der absolute Sensationsmann. Die Nummer 155 der Weltrangliste marschierte durch die komplette Qualifikation und durch die ersten drei Runden des Hauptfelds, wo er schließlich auch noch Frances Tiafoe (ATP 22) klar bezwang.
„Als wir uns letztmals gegenüberstanden, war das noch eine ganz andere Bühne“ Jannik Sinner
„Ich möchte ihm zu diesen Leistungen gratulieren – er hat hier in Rom beeindruckendes Tennis geboten. Als wir uns letztmals gegenüberstanden, war das noch eine ganz andere Bühne“, erinnerte sich Sinner im Siegerinterview an das bislang einzige Duell mit Pellegrino. Das war vor sieben Jahren bei einem ITF-Turnier in Sardinien. Gleichzeitig zeigte er sich mit der eigenen Leistung zufrieden. „Ich bin froh, dass ich es in die nächste Runde geschafft habe.“
Sinner lässt Pellegrino nur phasenweise mitspielen
Bei windigen Verhältnissen am Campo Centrale benötigte der Turnierfavorit eine Stunde und 29 Minuten, um das Viertelfinal-Ticket zu buchen. Während sich das Achtelfinalduell für Sinner als „business as usual“ darstellte, war es für Pellegrino das größte Match seiner Karriere.Dieses lief in etwa genauso, wie es im Vorfeld zu erwarten war. Nach nervösem Beginn (Sinner führte rasch mit 4:0) fand der krasse Außenseiter Pellegrino besser ins Spiel und konnte zu Beginn des zweiten Satzes gut mithalten. Sinner zog dann aber die Zügel an und ließ schließlich nichts mehr anbrennen. Der Südtiroler hatte spielerisch zwar nicht seinen allerbesten Tag, was wohl auch den äußeren Bedingungen geschuldet war - zum sicheren Zweisatz-Erfolg reichte es trotzdem.
Nach einer kleinen Verschnaufpause trifft Sinner am Donnerstag im Viertelfinale auf Andrey Rublev, der sich in drei Sätzen gegen Nikoloz Basilashvili behauptete (3:6, 7:6, 6:2). Der Südtiroler wird wieder als haushoher Favorit an den Start gehen.
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