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Jannik Sinner steht mit Italien im Davis-Cup-Viertelfinale. © ANSA / Alessandro Di Marco

Sinner lässt nichts anbrennen

Am Freitag hatte Jannik Sinner die Zuschauer im Pala Alpitour noch mit fantastischem Tennis verzückt. Tags drauf präsentierte sich der 20-Jährige im Davis Cup deutlich fehlerhafter, dennoch reichte es zum Sieg – und das war an diesem Abend das Wichtigste.

Anstatt wie ursprünglich geplant um 18 Uhr betraten Jannik Sinner und dessen Kontrahent Daniel Galan erst um 22 Uhr den Platz. Der Grund? Ungarn und Australien hatten sich zuvor in Turin ein hart umkämpftes Duell geliefert, eines der drei Matches überschritt sogar die Drei-Stunden-Marke. Zudem bekundete Lorenzo Sonego im ersten Match zwischen Italien und Kolumbien mehr Mühe als gedacht. Gegen Nicolas Meija setzte sich der 26-Jährige erst in über zweieinhalb Stunden mit 6:7, 6:4 und 6:2 durch und holte damit den ersten Punkt. Den zweiten schnappte sich Sinner dank eines 7:5, 6:0-Sieges.


Dass der Südtiroler Sportler des Jahres dieses Match gewinnen würde – daran zweifelte keiner. Die Art und Weise, wie er das tat, war hingegen etwas überraschend. Sein Gegenüber, der in der Weltrangliste den 111. Rang belegt, bot dem Youngster nämlich mehr Paroli als erwartet. Galan setzte den Sextner durch aggressives, risikoreiches Tennis konstant unter Druck, konnte das zwischendurch hohe Niveau allerdings nicht aufrecht erhalten. Sinner dagegen hatte Anlaufschwierigkeiten, kämpfte mit seinen Grundschlägen, steigerte sich aber kontinuierlich und hievte Italien nach 80 Minuten in das Viertelfinale des Davis Cups.

Daniel Galan zeigte eine ansprechende Leistung. © ANSA / Alessandro Di Marco


Während des ganzen Matches stellte der Weltranglisten-10. seine Returnstärke unter Beweis. Insgesamt breakte er Galan sechs Mal, kassierte im Startsatz aber auch zwei Aufschlagverluste. Das schmeckte ihm nicht. Sinner erhöhte ab dem 4:5 aus seiner Sicht die Schlagzahl, gewann nicht nur drei Games in Folge, sondern zog auch im zweiten Abschnitt schnell auf 4:0 davon. Der 25-jährige Galan stemmte sich dagegen, der Klassenunterschied wurde jedoch, je länger das Match dauerte, immer besser ersichtlich. Und so machte der 20-Jährige, wie schon gegen John Isner, zur Freude der Tifosi durch ein 6:0 alles klar. Das abschließende Doppel hat nur noch statistischen Wert.

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