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Jannik Sinner und Riccardo Piatti gehen getrennte Wege. © Jannik Sinner

Sinner macht es offiziell: „Wir gehen getrennte Wege“

In den letzten Tagen haben sich zahlreiche Gerüchte um Jannik Sinner und seinen Trainer Riccardo Piatti gerankt. Jetzt spricht der Sextner Klartext – und macht die Trennung offiziell.

Von:
Thomas Debelyak

Wenn Jannik Sinner heute zu den Top 10 der Tennis-Welt zählt, dann hat sein Trainer Riccardo Piatti einen großen Anteil daran. Der Erfolgscoach – der auch schon Novak Djokovic betreut hat – formte in den letzten acht Jahren aus dem Pusterer Rohdiamanten einen der besten Spieler des Planeten. Doch die Fassade des so harmonisch wirkenden Verhältnisses der beiden bekam zuletzt offenbar einige tiefe Risse. Seit einer Woche spekulierten die Medien über eine Trennung von Sinner und seinem Staff, am Mittwochabend hat der 20-jährige Südtiroler dies auf den sozialen Medien bestätigt.


„Nach vielen erfolgreichen gemeinsamen Jahren haben mein Trainer-Staff und ich entschieden, getrennte Wege zu gehen“, so Sinner, der sich bei seiner Mannschaft bedankt. Auch Konditionstrainer Dalibor Sirola und Physiotherapeut Claudio Zimaglia werden nicht mehr Teil des Teams sein, genauso wie Andrea Volpini, der Sinner oft zu Turnieren begleitete. „Insbesondere danke ich Riccardo (Piatti), der mir viele Dinge gelernt hat und immer ein Teil meines Tennis bleiben wird. Viele spezielle Erinnerungen wurden gemacht und ich werde immer liebevoll an diese Zeit zurückdenken.“

Unterschiedliche Vorstellungen
Warum es schlussendlich zum Bruch gekommen ist, darüber äußert sich Sinner nicht. Gemutmaßt wird, dass der Südtiroler mit der Programmierung, den unmittelbaren Zielen und der Turnierplanung seines bisherigen Lehrmeisters nicht mehr einverstanden war. Bei einem Treffen am Dienstag habe sich die Krise zugespitzt.

Magnus Norman wird als neuer Supercoach von Sinner gehandelt. © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / MATTHEW STOCKMAN


Trainiert haben Sinner und Piatti in dieser Woche nicht mehr miteinander. Dafür absolvierte der Jungstar in seiner Wahl-Heimat Monte Carlo mit Simone Vagnozzi einige Einheiten. Der 38-Jährige aus Ascoli, ein guter Freund von Sinners Berater Alex Vittur, könnte den Pusterer auch in Zukunft betreuen. Seine größte Leistung als Trainer: 2018 führte er Marco Cecchinato völlig überraschend ins Halbfinale der French Open.
Magnus Norman als Supercoach?
Als neuer Supercoach wird dagegen der Schwede Magnus Norman gehandelt. Die ehemalige Nummer 2 der Welt betreute in der Vergangenheit Stan Wawrinka, der unter seiner Führung drei Grand-Slam-Turniere gewinnen konnte.

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