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Will ins Viertelfinale: Jannik Sinner © APA/afp / CHRISTOPHE ARCHAMBAULT

Sinner, Rublev und die große Frage

Jannik Sinner und die French Open – das passt: Der Sextner hat auch in seinem dritten Anlauf das Achtelfinale in Roland Garros erreicht. In der Runde der letzten 16 kommt es nun zum Duell mit einem Gegner, der Sinner wie auf den Leib geschneidert ist. Doch eine Frage bleibt.

„Theoretisch müsste ich in zwei Tagen keine Schmerzen mehr verspüren, aber sicher ist es nicht“, hatte Jannik Sinner am Samstag auf der Pressekonferenz gesagt. Hintergrund sind akute Knieschmerzen, die den Sextner während seiner Drittrundenpartie gegen Mackenzie McDonald geplagt hatten. Fest steht: Will der Sextner am Montag im Achtelfinale gegen Top-10-Spieler Andrey Rublev eine Chance haben, muss das Knie bei 100 Prozent sein. Nicht zuletzt, weil bekanntlich Best-of-five gespielt wird und ein langes Match wahrscheinlich ist.


Vorausgesetzt der Körper spielt mit, kann Sinner mit einem guten Gefühl ins Match gehen. Die Bilanz gegen den 24-Jährigen führt er nämlich mit 2:1 an, wobei die einzige Niederlage 2020 in Wien zustande kam, als er sich aufgrund von Blasen an den Füßen nach nur drei Games zurückzog. Die anderen zwei Duelle fanden jeweils auf Sand statt und wurden vom Sextner gewonnen: Im Vorjahr setzte sich der 20-Jährige in Barcelona mit 6:2 und 7:6 durch, in der laufenden Saison behielt er beim Masters in Monte Carlo mit 5:7, 6:1 und 6:3 die Oberhand. Wenn also einer beiden Akteure mit einem psychologischen Vorteil ins Match geht, dann ist dies zweifellos der Südtiroler.

Der nächste Sinner-Gegner: Andrey Rublev © ANSA / MARTIN DIVISEK


Rublev, der auf seinem Weg ins Achtelfinale drei Sätze abgab, kommt auf allen Spielunterlagen gut zurecht. Egal ob Sand (61 Prozent Siegquote), Hartplatz (64 Prozent) oder Rasen (69 Prozent). Das liegt nicht zuletzt an seiner starken Vorhand, die er sowohl glatt als auch mit viel Drall spielen kann. Auch der Aufschlag ist eine Stärke. Das Vorrücken ans Netz ist hingegen nicht das Metier des Schützlings von Fernando Vicente. Auch auf der Rückhand-Achse und in der Defensive dürfte Sinner klare Vorteile haben. Ein weiterer Punkt der für den Sextner spricht: Die mentale Stärke, die auf der ATP-Tour ohnehin ihresgleichen sucht.

Die Fans dürfen sich also auf ein packendes Duell zweier Power-Spieler einstellen, wenn Sinner in Vollbesitz seiner Kräfte ist. Anderseits dürfte es ein kurzes Vergnügen werden. Das Match beginnt um ca. 18 Uhr auf dem Court Suzanne-Lenglen, dem zweitgrößten Platz im Stade Roland Garros.

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