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Jannik Sinner steht im Achtelfinale. © APA / RICH STORRY

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Jannik Sinner steht im Achtelfinale. © APA / RICH STORRY

Sinner spielt mit seinem Gegner – und mit einem Baby

Mühelos ist Jannik Sinner ins Achtelfinale des Masters-1000-Turniers von Miami gestürmt. Sein Kontrahent bereitete ihm am Montagabend (Ortszeit) keine Probleme, dafür aber ein prominentes Baby, das sich dem Willen des 24-Jährigen widersetzte.

Mit Corentin Moutet traf der Sextner auf einen wahren Tennis-Exzentriker, dessen unkonventionelles Spiel schon den einen oder anderen Spieler zur Weißglut brachte – darunter auch Sinner. Bei den French Open 2024 führte der Mann aus einem Pariser Vorort schon mit Satz und Break, ehe Sinner den Moutet-Code knackte und einen ungefährdeten Sieg einfuhr. An diesem Abend wurde der Südtiroler nicht auf dem falschen Fuß erwischt und zog dank des 6:1, 6:4-Sieges ins Achtelfinale ein.


Noch bevor der Weltranglistenzweite den Platz im Hard-Court-Stadium betrat, fingen die Kameras eine amüsante Szene ein: Sinner, der sich auf dem Rasen warmmachte, lief an der Schweizerin Belinda Bencic und ihrer knapp zweijährigen Tochter Bella vorbei. Als Sinner dieser den Ball zuspielte, nahm sie das Leder in die Hand – und gab es nicht wieder her. Der Südtiroler konnte sich ein Lächeln daraufhin nicht verkneifen und streichelte Bella über den Kopf.


Deutlich unsanfter ging Sinner mit Moutet um. Zwar hielt der Franzose mit Ach und Krach sein erstes Aufschlagspiel, anschließend sahen die Fans aber Einbahntennis. Die vielen Stoppbälle, Slices und Tempovariationen von Moutet ließen Sinner kalt. Von der Grundlinie diktierte der Favorit jeden Ballwechsel, womit er den Weltranglisten-33. zu viel Lauf- und Defensivarbeit zwang. Immer wieder holte sich Sinner die Punkte am Netz mit exzellenten Volleys ab. Fünf Spielgewinne in Serie und das 6:1 nach weniger als einer halben Stunde waren die Konsequenz.

Sinner lässt nichts anbrennen

Mit diesem Satz schrieb Sinner Geschichte: Denn es war der 25. in Serie auf Masters-1000-Stufe. Novak Djokovics Rekord aus dem Jahr 2016 ist also Geschichte. Deutlich enger verlief hingegen der Beginn des zweiten Durchgangs. Nicht etwa, weil Moutet sein Spiel änderte. Vielmehr ließ Sinner in den Returngames viele Chancen liegen, ehe ihm beim Stand von 2:2 das überfällige Break gelang. Einen perfekt orchestrierten Ballwechsel beendete er einmal mehr am Netz.

Obwohl das Match damit entschieden war, wurden die Fans noch bestens unterhalten, da sich die beiden Protagonisten hochspektakuläre Ballwechsel lieferten. Moutet fasste durch diese Mut und Selbstvertrauen, das Break gab Sinner aber nicht mehr aus der Hand. Nach 1.12 Stunden verwertete er seinen ersten Matchball.

Sinner hat nun weniger als 24 Stunden, um sich von dieser Partie zu erholen. Schon am Dienstag bestreitet er um 21 Uhr sein Achtelfinale gegen Alex Michelsen (ATP 40). Der US-Amerikaner schlug in der dritten Runde den Chilenen Alejandro Tabilo (ATP 41) mit 3:6, 6:3 und 6:4 in exakt zwei Stunden. Den direkten Vergleich mit Michelsen führt Sinner mit 2:0 an.

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