
Alexander Zverev hat die US Open gewonnen. © APA / JULIAN FINNEY
Sinner-Spruch: Tennis-Legende stichelt gegen Zverev
Alexander Zverev hat am Sonntag sein zweites Grand-Slam-Turnier gewonnen. Und trotzdem kamen die Sticheleien gegen den Hamburger nicht zu kurz.
15. September 2026
Von: det
Es war ein kurioser Moment: Alexander Zverev hat am Sonntag im US-Open-Finale gegen Ben Shelton seinen Matchball verwandelt, war aber derart im Tunnel, dass er das überhaupt nicht mitbekam. Erst nach einigen Sekunden wurde dem Hamburger klar, dass er gerade eben sein zweites Grand-Slam-Turnier gewonnen hatte.
Just in dem Moment, als Zverevs Turniersieg feststand, entfachte eine Tennis-Legende aber bewusst oder unbewusst eine Debatte, die es im Grunde schon lange gibt. John McEnroe, neunfacher Grand-Slam-Sieger und Kommentator bei ESPN, sagte nämlich nur wenige Sekunden nach dem Triumph: „Carlos und Jannik, werdet bitte schnell wieder gesund.“
Superstar Jannik Sinner will bald zurückkehren. © AFP / KIRILL KUDRYAVTSEV
Gemeint waren da natürlich Carlos Alcaraz und Jannik Sinner. Alcaraz hat bei den US Open nach viermonatiger Verletzungspause sein Comeback gegeben und war noch nicht der Alte. Sinner fällt seit mehreren Wochen mit einer Knieverletzung aus und musste bei den US Open passen. Diese Worte wurden vielerorts so gedeutet, dass Zverevs Erfolge auch von den Verletzungssorgen seiner Rivalen begünstigt worden seien.
„Dann hat uns Jannik wahrscheinlich etwas voraus.“ Alexander Zverev
Heißt: Auch wenn Zverev in diesem Jahr am meisten Grand-Slam-Titel von allen gewonnen hat (zwei von vier), wird er von vielen Experten immer noch nicht auf dem Level von Sinner und Alcaraz gesehen. Der Deutsche selbst geht mit dieser Sache entspannt um.
„Man muss alle Faktoren berücksichtigen. Mit dem verletzten Jannik und Carlos, der nach einer viermonatigen Pause zurückkehrt, bin ich wahrscheinlich im Moment der Beste. Wenn alle fit und in Hochform sind, hat uns Jannik wahrscheinlich etwas voraus“, so Zverev auf der Pressekonferenz.
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