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Der formstarke Jannik Sinner kämpft in Indian Wells um ein Achtelfinalticket. © APA/getty / MATTHEW STOCKMAN

Sinner trennen 208 Zentimeter vom Traum-Duell

Im Achtelfinale des Masters-1000-Turniers in Indian Wells (USA) könnte es zum großen Showdown von Italiens beiden besten Tennisspielern kommen. Zunächst aber gilt es für Jannik Sinner eine mehr als 2 Meter hohe Hürde zu überwinden.

Eigentlich hätten sie im Doppel gemeinsam antreten sollen, zogen ihre Teilnahme dann aber kurzfristig zurück. Nun könnte es für Matteo Berrettini (ATP 7) und Jannik Sinner (ATP 14) ein Wiedersehen an der Netzkante geben. Sollten die beiden Kontrahenten am Dienstag ihre Drittrundenpartien gewinnen, stehen sie sich im Duell um ein Viertelfinalticket gegenüber. Während Italiens aktuelle Nummer 1 als haushoher Favorit ins Spiel gegen Taylor Fritz geht, wartet auf den Südtiroler eine Aufgabe, die unangenehmer kaum sein könnte.


Sinner trifft, zwei Tage nach seiner Gala-Vorstellung gegen John Millman, auf US-Lokalmatador John Isner. Dieser ist in der Weltrangliste an Position 24, also exakt 10 Plätze hinter Sinner, geführt und hat in seiner Karriere bereits 16 ATP-Turniere gewonnen – pikanterweise 14 davon in den USA. Als beste Weltranglistenposition steht ihm der 8. Rang im Sommer 2018 zu Buche. Berühmt geworden ist Isner durch das längste Tennismatch der Welt, als er 2010 in Wimbledon gegen Nicolas Mahut über drei Tage hinweg 11:05 Stunden spielte. Endergebnis: 70:68 im fünften Satz für Isner.

Sinner muss den 36 Jahre alten Routinier aber nicht in erster Linie aufgrund seiner Erfolge aus der Vergangenheit fürchten, sondern vielmehr wegen dessen unheimlich starken Service, wegen dem er auf der gesamten ATP-Tour besonders auf schnellen Belägen, wie jenem in Indian Wells, gefürchtet ist.

John Isners unnachahmlicher Aufschlag ist weltweit gefürchtet. © APA/getty / MATTHEW STOCKMAN


Sinner musste dies erst kürzlich am eigenen Leib erfahren: Beim bisher einzigen Aufeinandertreffen der beiden im vergangenen August beim Masters-1000-Turnier von Cincinnati konnte er gegen das Aufschlag-Monster wenig anrichten und verlor in 3 Sätzen. Damals brachte Isner 73 % seiner ersten Aufschläge ins Feld. Und auch damals spielten die beiden um ein Ticket fürs Achtelfinale.

Allerdings bleibt festzuhalten: Spielt Sinner dermaßen souverän wie am Sonntag gegen Millman, als er allein 26 Winner schlug, stehen die Chancen auf den Premierensieg gegen Isner am Dienstagabend (MEZ) sehr gut. Dann dürfte er auch für ein eventuelles Traum-Duell mit Berrettini gerüstet sein.

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