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Jannik Sinner steht in der zweiten Runde. © ANSA / JASON O'BRIEN

Sinner tut das Nötigste

Nicht geglänzt, trotzdem gewonnen: Die Australian Open haben für Jannik Sinner am Dienstag mit einem Erfolg begonnen, den sich der 20-Jährige wohl etwas einfacher vorgestellt hat.

Bei angenehmen und für Melbourne ungewöhnlich kühlen 22 Grad betraten Jannik Sinner und Joao Sousa (ATP 140) die neu errichtete KIA-Arena, die erst tags zuvor eingeweiht worden war. Viele Zuschauer fanden sich für das Erstrundenmatch nicht ein, immerhin standen die Fans, die da waren, geschlossen hinter dem jungen Südtiroler. Dieser präsentierte sich bei seiner dritten Australian-Open-Teilnahme nicht von seiner besten Seite, dennoch meistere er die Aufgabe ohne gröbere Probleme. Sinner setzte sich in drei Sätzen mit 6:4, 7:5 und 6:1 durch.


In den ersten Runden eines Grand Slams ist es nicht vonnöten, sein bestes Tennis zu spielen. Vielmehr geht es darum, den Rhythmus zu finden und Körner zu sparen. Sinner nahm sich das am Dienstagnachmittag (Ortszeit) zu Herzen. Er begann nämlich mit angezogener Handbremse: Zwar funktionierten Aufschlag und Return gut, in den Ballwechsel unterliefen ihm aber zu viele Fehler. Vor allem wenn Sousa das Spiel verlangsamte, flogen Sinners Bälle zumeist ins Aus. Aufgrund des großen technischen Unterschiedes zwischen den beiden Kontrahenten erarbeitete sich der Sextner nichtsdestotrotz eine 5:2-Führung, die er auf Umwegen zum Satzgewinn ummünzte. Sechs Gewinnschläge und 13 Fehler standen ihm im ersten Abschnitt zu Buche.

Es wird spannend
Die Führung verlieh dem Weltranglisten-10. augenscheinlich Flügel: Gleich zum Start des zweiten Satzes nahm er Sousa den Aufschlag ab und schien auf dem besten Wege zu sein, seinem Gegenüber zu enteilen. Ein schlechtes Game, in dem er sich trotz einer 30:0-Führung breaken ließ, verhinderte das. Plötzlich begegneten sich die Tennis-Asse auf Augenhöhe, wobei Sousa in seinen Aufschlagspielen deutlich mehr kämpfen musste. Und so machte Sinner beim Stande von 6:5 – nachdem er zuvor zwei Breakbälle ungenützt ließ – den Sack zu.

Joao Sousa hielt wacker dagegen. © ANSA / JASON O'BRIEN


Sousas Gemütszustand wandte sich nun, war er doch fast zwei Sätze lang ebenbürtig – ohne aber sich dafür zu belohnen. Die gefährliche Vorhand landete nun öfters außerhalb des Rechtecks, den unangenehmen Slice setzte er nicht mehr so oft ein und der Aufschlag erzielte nicht die gewünschte Wirkung. Sinner bestrafte dies im Stile eines Top-10-Spielers konsequent. Problemlos entwischte er auf 5:1 und wickelte die Partie nach etwas mehr als zwei Stunden mit einem Ass in trockene Tücher.

Damit steht Sinner zum zweiten Mal in seiner Karriere in der zweiten Runde der Australian Open. Dort bekommt er es nun mit dem US-Amerikaner Steve Johnson (ATP 104) zu tun, der in der ersten Runde den Australier Jordan Thompson (ATP 73) in einem Fünf-Satz-Krimi ausgeschaltet hat.

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