
Jannik Sinner sprach ein Problem an. © APA/afp / VALERY HACHE
Sinner übt Kritik: „Wäre gut, wenn sie das ändern“
Mit seinem 20. Sieg in Serie ist Jannik Sinner am Dienstag in das Viertelfinale des Masters-1000-Turnier von Madrid eingezogen, wo nun der 19-jährige Rafael Jodar wartet. Das Duell mit dem spanischen Rohdiamanten war jedoch nicht der einzige Diskussionspunkt auf der Pressekonferenz nach dem Erfolg gegen Cameron Norrie.
29. April 2026
Von: leo
Jannik Sinner vermeidet auf Pressekonferenzen Kontroversen. Der Südtiroler zeichnet sich stattdessen durch Diplomatie und respektvolle Aussagen aus. Kritik gegenüber anderen Spielern oder der Turnierleitung überlässt er zumeist anderen. Wenn er sich zu einem Argument hinterfragend äußert, ist das gut durchdacht. So wie am Dienstag, als er sich von den Veranstaltern bezüglich eines viel diskutierten Themas Besserung wünschte.
Der Grund: Madrid setzt auf dem Estadio Manolo Santana in der sogenannten Night Session ab 20 Uhr je ein Damen- und Herren-Match an. Das stößt beim Sextner auf Kritik. „Man kann nicht erwarten, dass beide Partien in anderthalb Stunden vorüber sind und alle um 23 Uhr nach Hause gehen können. Ich habe das Spiel zwischen Rafael Jodar und Joao Fonseca verfolgt, das erst nach 1 Uhr nachts zu Ende war. Zieht man in Betracht, dass wir anschließend noch regenerieren, essen und die PK absolvieren müssen, geht man wahrscheinlich erst um 5 Uhr ins Bett. Das bringt den ganzen nächsten Tag durcheinander“, betont Sinner.
Sinner freut sich auf Jodar
Sein Vorschlag lautet: Die Night Session anderthalb Stunden früher beginnen. „Sowohl für den Kopf als auch für den Körper ist es nicht einfach, wenn man um 23 Uhr den Platz betritt. Es wäre gut, wenn sie das in Zukunft ändern würden“, betont Sinner, der in Madrid bisher immer untertags oder am frühen Morgen spielte. Dass er sich dennoch dafür einsetzt, zeugt von Weitblick.Rafael Jodar fordert Jannik Sinner heraus. © ANSA / Chema Moya
Angesprochen auf das bevorstehende Duell mit Jodar sagte Sinner: „Ich habe das Gefühl, dass es nicht das einzige Duell in unserer Karriere sein wird. Für mich persönlich ist es sehr gut, dass ich schon vor den wichtigeren Turnieren in Rom und Paris auf ihn treffe, um wichtiges Feedback zu erhalten. Er ist ein sehr aufregender Spieler, ein großes Talent. Und er stammt aus Madrid, weshalb er die Verhältnisse gut kennt und daran gewohnt ist“, analysiert Sinner.
Ein Blick auf die Statistik zeigt: Die Latte liegt gegen den 19-Jährigen hoch: Jodar hat in der laufenden Saison 13 Partien auf Sand absolviert – und zwölf davon gewonnen. Nur letzte Woche musste er sich beim ATP-500-Turnier von Barcelona dem späteren Sieger Arthur Fils im Halbfinale geschlagen geben. Die Partie in der Caja Magica beginnt am Mittwoch um 16 Uhr.
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