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Jannik Sinner und Co. setzen sich für einen höheren Anteil bei den Prämien ein. © ANSA / TOLGA AKMEN

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Jannik Sinner und Co. setzen sich für einen höheren Anteil bei den Prämien ein. © ANSA / TOLGA AKMEN

Sinner und Co. setzen Prämienstreit fort: „Wird besser“

Der Prämienstreit, der rund um die French Open für Wirbel gesorgt hatte, findet in Wimbledon seine Fortsetzung. Auch Jannik Sinner hat sich dazu geäußert.

Im Prämienstreit mit den Grand-Slam-Organisatoren haben einige Top-Tennisprofis auch in Wimbledon mit verkürzten Pressekonferenzen ein Zeichen gesetzt. Sie sprachen maximal 15 Minuten mit den Medien.


„Wir versuchen, für etwas Größeres zu kämpfen, für andere Spieler. Wir versuchen im Grunde genommen einfach nur, den Spielern zu helfen, in dieser Welt zu überleben“, sagte die Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka. Die Belarussin beendete ihre Pressekonferenz vor dem Turnier-Auftakt vorzeitig, bat nach rund acht Minuten die letzte Frage zu stellen und entschuldigte sich dafür.

Sinner sieht Fortschritte

Der Südtiroler Superstar Jannik Sinner begrenzte ebenfalls seine Zeit, Fragen zu beantworten. Er sehe Fortschritte in den Verhandlungen, so der 24-jährige Weltranglistenerste.
„Es wird besser, auch wenn wir noch nicht an dem Punkt sind, an dem wir zu 100 Prozent zufrieden sind.“ Jannik Sinner

„Es wird besser, auch wenn wir noch nicht an dem Punkt sind, an dem wir zu 100 Prozent zufrieden sind“, meinte der Südtiroler. Es gehe „nicht nur um das Geld“, erklärte der Vorjahreschampion, und verwies auf die Notwendigkeit, die Bedingungen für die Spieler zu verbessern. Manchen Fragen zu dem Thema wich er aus, und er erklärte, er wolle über Tennis sprechen.

Sabalenka: „Wir tun das für die Tour“

Vor dem Beginn der French Open in Paris hatten Profis ebenfalls ihre
Zeit für Interviews begrenzt. Sabalenka hatte zuvor sogar gedroht,
dass die Spielerinnen und Spieler ein Grand-Slam-Turnier
boykottieren müssten. „Ich hoffe, wir setzen uns an einen Tisch,
verhandeln und müssen nie wieder Medien oder ein Turnier boykottieren. Ich hoffe wirklich, dass wir zu einem guten Ergebnis kommen“, sagte sie nun in London.

Aryna Sabalenka drohte sogar mit einem Boykott. © ANSA / TOLGA AKMEN

Aryna Sabalenka drohte sogar mit einem Boykott. © ANSA / TOLGA AKMEN


Hintergrund des Streits ist, dass die Spielerinnen und Spieler den Anteil an den steigenden Einnahmen als zu gering erachten. Die Begründung ist, dass vor allem Profis aus der zweiten und dritten Reihe mit einem höheren Anteil enorm geholfen wären. Tennisprofis reisen als Alleinunternehmer um die Welt, zahlen Trainer und Physiotherapeuten aus eigener Tasche. Nur wenige können sich das problemlos leisten.

„Wir tun das für die Tour, nicht für uns selbst. Wir tun es für die anderen Spieler, die schon Schwierigkeiten haben, überhaupt einen Trainer zu engagieren“, erklärte die viermalige Grand-Slam-Turniersiegerin Sabalenka. „Es ist kein leichtes Leben für Spieler, die in der Rangliste weiter unten stehen.“

So viel Geld steht in Wimbledon auf dem Spiel

Beim Londoner Rasenklassiker werden in diesem Jahr 64,2 Millionen Pfund (rund 74,3 Millionen Euro) ausgeschüttet. Die Summe ist einmal mehr auf ein Rekordniveau angewachsen und 20 Prozent höher als im vergangenen Jahr. Die Siegerin und der Sieger im Einzel verdienen jeweils 3,6 Millionen Pfund (rund 4,17 Millionen Euro). Wer in der ersten Runde verliert, reist mit 80.000 Pfund (rund 92.600 Euro) aus London ab. Regelmäßig werden die Preisgelder auch bei den anderen drei Grand-Slam-Turnieren angehoben.

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