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Jannik Sinner hat den nächsten Meilenstein in seiner Karriere gesetzt. © POOL / RICCARDO ANTIMIANI

Sinner verzaubert Rom: „Solche Spiele gewinnst du im Kopf“

Der Weg des Jannik Sinner geht weiter steil nach oben: Am Mittwoch hat er mit dem Sieg gegen Stefanos Tsitsipas den nächsten Meilenstein gesetzt. Das Tennis des Sextners ist schlichtweg beeindruckend – genauso wie der Youngster selbst.

Wo er denn diesen Sieg gegen Tsitsipas, der kein Geringerer als die Nummer 6 der Welt ist, beim so prestigeträchtigen Masters-Turnier in Rom einordne, wollte die Feld-Reporterin unmittelbar nach dem Spiel von Sinner wissen. Eine berechtigte Frage, immerhin hat der 19-Jährige in seiner Laufbahn noch nie einen so gut platzierten Spieler bezwungen und war ins Achtelfinale eines Masters-Turniers eingezogen. Manch einer hätte nach so einem Triumph vor Freude Purzelbäume geschlagen, nicht aber Jannik Sinner. Auf die oben genannte Frage geht der Pusterer nicht näher ein („Es ist schwierig, das einzuordnen“), stattdessen analysiert er nüchtern und trocken eine Minute lang sein Spiel – so, als hätte er gerade bei einem ITF-Turnier in der zweiten Runde gewonnen. Und nicht bei einem der wichtigsten der Welt.


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Es sind dies die Momente, die zeigen, dass Jannik Sinners Weg schnurstracks und im Eiltempo in Richtung Weltspitze führt. Talent haben viele, doch eine solche Mentalität, eine solche Reife bringen in diesem Alter nur die wenigsten mit. Von Rückschlägen lässt sich der Sextner genauso wenig aus der Ruhe bringen wie von Höhenflügen – siehe Sieg gegen Tsitsipas. Dass er von gefühlt der ganzen Tennis-Welt (in der italienischen Presse wird er in quasi jedem Artikel als Baby-Phänomen bezeichnet) als der nächste Superstar angepriesen wird, setzt Sinner nicht unter Druck – im Gegenteil, es stachelt ihn augenscheinlich an.

Nun wartet Dimitrov
„Tennis ist ein Sport der Episoden, das wichtigste ist der Kopf“, sagte Sinner nach dem Tsitsipas-Triumph. „Immer gut zu spielen, das ist unmöglich. Solche Spiele gewinnst du nur mit der richtigen Mentalität. Es war nicht einfach, in den dritten Satz zu gehen, wenn du das Match im zweiten Satz schon zwei, drei Mal hättest zutun müssen.“ Gleichzeitig gibt Sinner aber auch zu: „Mein Ziel war es, Tsitsipas das Leben so schwer wie möglich zu machen und nicht mit 1:6, 0:6 zu verlieren.“ Das hat Sinner geschafft – und zugleich ganz Tennis-Rom verzaubert.

Den Fokus hat der 19-Jährige nun auf das Achtelfinale gerichtet. Dort wartet auf Sinner der nächste harte Brocken: Grigor Dimitrov ist die Nummer 22 der Welt und hat sein Zweitrunden-Match am Mittwoch gegen Yoshihito Nishioka (Japan / ATP 50) im Schnelldurchlauf mit 6:1, 6:0 gewonnen. Gegen Dimitrov hat Sinner noch nie gespielt – auch deshalb dürfte das Match am Freitag ganz besonders werden.

Autor: det

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