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James Duckworth ist Sinners nächster Gegner. © Sofia Open

Sinner will den Lauf dieses Pechvogels stoppen

Dank einer ordentlichen Leistung ist Jannik Sinner am Donnerstag in das Viertelfinale des ATP-250-Turniers in Sofia eingezogen. In diesem kommt es nun zum Duell mit James Duckworth, dessen Geschichte eine ganz besondere ist.

Zuerst geglänzt, dann gekämpft und am Ende souverän gesiegt: So lässt sich Sinners Auftritt gegen Egor Gerasimov zusammenfassen. Im Viertelfinale am Freitag erhöht sich der Schwierigkeitsgrad, denn mit James Duckworth wartet einer der formstärksten Spieler auf den 20-jährigen Sextner. Der Australier hat elf der letzten zwölf Matches für sich entschieden und während dieser Spanne einen Challenger-Titel geholt. Zudem schrammte er vergangene Woche in Nur-Sultan (Kasachstan) nur knapp an seinem ersten ATP-Titel vorbei.


Viel interessanter als die jüngsten sportlichen Erfolge des 29-Jährigen ist jedoch dessen Geschichte: Duckworth gab bei den Australian Open 2012 als 19-Jähriger sein Grand-Slam-Debüt und wurde in seiner Heimat als Nachwuchshoffnung gehandelt. Die Entwicklung wurde von unzähligen Verletzungen aber stark ausgebremst. Insgesamt musste Duckworth acht Mal (!) unters Messer: Der Ellbogen, der Fuß, die Schulter – fast alles musste operativ behandelt werden. Deshalb hat er trotz seines Alters erst 111 Matches auf der ATP-Tour bestritten – und nur 43 davon gewonnen.

Ein Stehaufmännchen
Zwischenzeitlich rutschte er auf den 1072. Rang der Weltrangliste ab. Doch der Sohn eines Arztes („mein Vater war sich nicht sicher, dass ich vor der letzten Operation zu voller Fitness zurückfinden kann“) gab nie auf und kämpfte sich zurück. Für die ganzen Strapazen wurde er in dieser Saison belohnt: Er gewann 18 Matches, darunter auch eines gegen Sinner, und arbeitete sich auf den 56. Rang vor. In Sofia bezwang Duckworth bisher den Finnen Emil Ruusuvuori und Benoit Paire aus Frankreich. „Erst wenn man ein paar Jahre an der Seitenlinie steht, realisiert man, wie speziell es ist, auf diesen Plätzen zu stehen“, sagte er vor dem diesjährigen Wimbledon-Turnier.

Am Freitag will Duckworth mit einem Sieg gegen Sinner den nächsten Coup schaffen. Der Sextner hingegen drängt auf Revanche, ist doch die Titelverteidigung in Sofia das angepeilte Ziel. Sinner und Duckworth sind sich dabei nicht nur einmal, sondern bereits zwei Mal begegnet. In der ersten Runde des ATP-250-Turniers in Köln trafen die beiden im Jahr 2020 erstmals aufeinander. Da setzte sich der junge Südtiroler überlegen mit 6:1, 6:2 durch.

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