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Jannik Sinner hat keine Zeit zum Durchatmen. © ANSA / OLIVIER HOSLET

Sinner will ein kurioses Tabu brechen

Jannik Sinner hat am Sonntag gerade mal 76 Minuten benötigt, um den insgesamt fünften Titel seiner Karriere zu gewinnen. 48 Stunden später steht er schon beim nächsten Turnier im Einsatz – und will bei diesem einen besonderen Fluch brechen.

Weltranglisten.11, fünf Titel – und das im Alter von nur 20 Jahren: Dies können nur ganz wenige Profis von sich behaupten. Sinner kann das. Dabei hat dessen Karriere gerade erst begonnen. Weil das Tennisgeschäft extrem schnelllebig ist, können Erfolge jedoch nur kurz ausgekostet werden. Und so tritt der 20-Jährige wenige Tage nach seinem Erfolg in Antwerpen schon beim nächsten Turnier an. Dieses findet in Wien statt und für den Sieger gibt es 500 Punkte zu holen.


Sinner wird am Mittwoch ins Turnier eingreifen, wenn er es zum Auftakt mit Reilly Opelka (ATP 25) zu tun bekommt. Der 2.11 Meter große US-Amerikaner liefert das krasse Gegenbeispiel zum 1.70 Meter kleinen Diego Schwartzman, der im Antwerpen-Finale Sinner gegenüber stand. Um die Hoffnungen zur Teilnahme an den ATP-Finals weiter am Leben zu erhalten, muss er in Wien soweit wie möglich kommen – und gleichzeitig einen Fluch brechen.

Kuriose Statistik
Drei Mal hat Sinner gleich nach einem gewonnen Titel ein weiteres Turnier bestritten – nie konnte er dabei mehr als ein Match gewinnen. Nach dem Triumph bei den Great Ocean Road Open verlor er in der ersten Runde der Australian Open, wobei damals die Müdigkeit wegen zahlreicher Marathon-Matches eine große Rolle spielte. Beim Masters in Toronto unterlag er ebenfalls zum Auftakt, nachdem er zuvor in Washington die Trophäe in die Höhe gestemmt hatte. Zuletzt in Indian Wells, wenige Tage nach der erfolgreichen Titelverteidigung in Sofia, überstand er immerhin eine Runde, ehe im Achtelfinale Schluss war. Einen Referenzwert für die Woche nach seinem ersten Titel in Bulgarien gibt es nicht, da dies das letzte Turnier des Jahres 2020 war.

Gut befreundet: Jannik Sinner und Reilly Opelka © APA/getty / Casey Sykes


Sinner tritt zum dritten Mal in Wien an, die Bilanz ist mit zwei Siegen und zwei Niederlagen ausgeglichen. Im Vorjahr bezwang er Casper Ruud, seinen heurigen Konkurrenten um einen Startplatz bei den ATP-Finals , ehe er gegen Andrey Rubley aufgeben musste.

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