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Die Wege von Jannik Sinner und Alexander Zverev kreuzen sich am Montagabend. © APA/afp / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Sinner, Zverev und das mit Spannung erwartete Achtelfinale

Südtirol schaut nach New York: Am Montagabend (18 Uhr MESZ) trifft Jannik Sinner im Achtelfinale der US Open auf Alexander Zverev. Ein Duell, das es bereits zwei Mal gegeben hat und viel Brisanz beinhaltet.

Die Amerikaner bezeichnen Partien wie jene zwischen dem 20-jährigen Südtiroler und dem 24-jährigen Deutschen „Popocorn-Matches“. Einfach zurücklehnen und genießen, lautet dabei die Devise. Doch was können sich die Fans im Arthur Ashe Stadium, dem weltgrößten Tennisstadion mit fast 24 000 Plätzen, von diesem Spiel erwarten?


Die Rivalität: Sinner und Zverev sind sich bereits zwei Mal begegnet, beide Akteure gewannen jeweils ein Match, wobei der Sextner den deutlich prestigevolleren Sieg errungen hat: Im letzten Herbst bezwang der damals ungesetzte Sinner bei den French Open in Paris den favorisierten Zverev in vier Sätzen. Letzterer revanchierte sich wenige Wochen später mit einem Zweisatzerfolg beim ATP-250-Turnier in Köln. Dieses Aufeinandertreffen blieb den eingefleischten Tennisfans vor allem wegen eines kurzen Wortgefechtes zwischen den beiden Akteuren in Erinnerung. Damals zweifelte Zverev am Hawkeye-System, was Sinner nicht gefiel. Die Sache ist jedoch längst ausgestanden.

Die Form: Nach einem komplizierten Sommer fand Sinner beim ATP-500-Turnier in Washington wieder seine Top-Verfassung, schied bei den Masters-Turnieren in Toronto und Cincinnati aber jeweils in der zweiten Runde aus. In New York hat Sinner zwar drei Partien gewonnen, jedoch immer mindestens einen Satz abgegeben. Zverev hingegen befindet sich in der Form seines Lebens. Der 1.98 Meter große Deutsche reitet auf einer Erfolgswelle, gewann zuletzt die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen, das Masters in Cincinnati und entschied die letzten 14 Matches für sich. Auch bei den US Open präsentierte sich Zverev stark – einzig Jack Sock nahm ihm einen Satz ab.

Kann Jannik Sinner noch einmal überraschen? © APA/afp / ANGELA WEISS


Die Spielanlage: Sinner und Zverev können auf beiden Seiten Druck entfalten, wobei Ersterer über die aggressivere Grundeinstellung verfügt. Das größere Risiko führt unweigerlich zu einer größeren Fehleranzahl, gleichzeitig aber auch zu mehr Gewinnschlägen. Der Weltranglisten-4. besitzt demgegenüber eine größere Ballsicherheit und im Aufschlag die gefährlichere Waffe. Das belegen die Zahlen: Im ganzen Turnier musste Sinner elf Mal seinen Service abgeben, Zverev hingegen nur ein einziges Mal. Im Break-Vergleich ist die Statistik mit 18:15 zugunsten von Sinner ausgeglichen.

Fazit: Im Gegensatz zum Match bei den French Open würde ein Sieg des Sextners einer Sensation gleichkommen. Nicht nur, weil er über fünf Stunden mehr als Zverev für den Einzug in das Achtelfinale benötigt hat, sondern auch wegen der aktuellen Form. Zudem betritt Sinner mit seinem ersten Match im Arthur Ashe Stadium Neuland, Zverev hingegen ist daran schon gewöhnt. Der Südtiroler hat in Vergangenheit aber schon oft gezeigt, dass man ihn nie abschreiben soll.

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