
Jannik Sinner gilt beim Masters in Madrid als der große Titelfavorit. © FELICE CALABRO' / Felice Calabro'
Sinners Erfolgsrezept: „Bin gut darin nicht zuzuhören“
Hinter Jannik Sinner liegt ein phänomenaler Start in die Saison. Aus dem Konzept bringen lässt sich der Superstar aus Südtirol davon aber nicht.
21. April 2026
Von: nie
Die zurückliegenden Wochen hielten für Jannik Sinner so manchen Meilenstein bereit: Die Rückkehr auf den Thron der Tennis-Welt war die Kirsche auf dem Sahnehäubchen, seine Triumphe bei den ersten drei Masters-Titeln der Saison – zuvor war dies nur Novak Djokovic gelungen – sorgten ebenso bei Fans sowie Konkurrenten für mächtig Eindruck. Doch so einzigartig seine Errungenschaften auch sind, der 24-Jährige lässt sich davon nicht blenden.
„Ich bin gut darin nicht zuzuhören“, meinte Sinner nun in einem Interview mit Sky Sport Italia vor dem Masters-Turnier in Madrid (22. April bis 3. Mai). Auf dem Sand der Caja Mágica könnte der viermalige Grand-Slam-Champion mit einem Titelgewinn weiter Geschichte schreiben, spätestens seit der Absage von Lokalmatador Carlos Alcaraz ist Sinner in der spanischen Hauptstadt Favorit Nummer eins. Wie gewohnt will der Superstar aus dem Pustertal von Zahlen und Statistiken aber nichts wissen und lenkte den Fokus auf das Sportliche.
Sinner weiß, wie schnell sich alles verändern kann
„Nur ich und mein Team wissen, wie viel Arbeit hinter all dem steckt“, führte Sinner aus. „Ich weiß, wie früh ich am Morgen aufstehe, schlafen gehe und so weiter. Aus diesen Gewissheiten ziehe ich meine Kraft.“ Nebengeräusche weiß der Südtiroler auszublenden – egal ob positiver oder negativer Natur.Beim Monte Carlo Masters eroberte Jannik Sinner den Titel. © ANSA / SEBASTIEN NOGIER
Nach seiner Niederlage gegen Jakub Mensik im Viertelfinale von Doha vor rund zwei Monaten verwies Sinner etwa darauf, dass „alles kein Desaster sei“ und er vollstes Vertrauen in die Arbeit seines Teams habe. Seine Geduld machte sich bezahlt und wenige Wochen später stürmte er wieder auf Platz eins der Weltrangliste. Diese Gelassenheit strahlt der Wimbledonsieger von 2025 auch im Moment des Erfolgs aus.
„Wenn ich gewinne, übertreibe ich nicht. Aber ich lasse mich auch nicht runterziehen, wenn ich verliere.“ Jannik Sinner
„Hinter mir liegt eine sehr positive Phase mit vielen Siegen, aber eine Saison kann sich in einem einzigen Moment wieder verändern“, merkte er an und brachte sein Erfolgsrezept auf den Punkt: „Wenn ich gewinne, übertreibe ich nicht. Aber ich lasse mich auch nicht runterziehen, wenn ich verliere.“
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