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Jannik Sinner ballt die Siegerfaust. © ATP Lyon

Sinners großes Comeback in einem turbulenten Match

Jannik Sinner ist am Mittwoch in das ATP-250-Turnier in Lyon (Frankreich) gestartet. Der Sextner erlebte dabei ein Wechselbad der Gefühle, holte sich schlussendlich aber doch den Sieg.

Eigentlich hätte Jannik Sinner, der seit dieser Woche die Nummer 17 der Welt ist, schon am Dienstag in das Turnier in Lyon starten sollen. Doch das Match gegen den russischen Senkrechtstarter Aslan Karatsev (ATP 25) musste wegen Regens auf Mittwoch verschoben werden. Schlussendlich setzte sich der Südtiroler in einem turbulenten Match mit 0:6, 6:3, 6:4 durch und steht in Runde 2.


Turbulent war die Erstrundenbegegnung auf der roten Asche in Lyon aus mehrerlei Gründen. Einer davon war der total verpatzte Start von Sinner. Beim Südtiroler lief im ersten Satz gar nichts zusammen, dafür spielte Karatsev – der heuer aus dem Nichts heraus ins Halbfinale der Australian Open gestürmt war und dazu noch das ATP-500-Turnier in Dubai gewinnen konnte – groß auf. So nahm der 27-Jährige dem Pusterer im ersten Durchgang, in dem es zeitweise stark regnete, alle Aufschlagspiele ab.

Sinner zeigte große Comeback-Qualitäten. © ATP Lyon


Nach 35 Minuten stand es also 0:6 aus Sicht von Sinner. Ein solches Malheur war dem Shootingstar zuletzt im Oktober 2020 passiert, als ihm in Köln gegen Gilles Simon ebenfalls in einem Satz kein Punkt gelang. Am Ende konnte er jenes Duell jedoch gewinnen – und das sollte auch am Mittwoch so sein. Denn im zweiten Satz wurde nicht nur das Wetter besser, sondern auch Sinner. Der 19-Jährige kam mit dem Spiel von Karatsev immer besser zurecht und nahm seinem Kontrahenten gleich zu Beginn zwei Mal den Service ab. Karatsev gelang zwar direkt das Re-Break, doch Sinner ließ in der Folge nichts mehr anbrennen und glich das Match mit einem 6:3 aus.
Eine Stunde Unterbrechung
Es ging also in den dritten und entscheidenden Satz. Doch hier war das Wetter zunächst der Spielverderber und so musste die Partie wegen des Regens für rund eine Stunde unterbrochen werden. Karatsev lag zu jenem Zeitpunkt mit 2:1 in Führung. Nach Wiederbeginn lieferten sich die beiden Tennisstars einen offenen Schlagabtausch, in dem sie ihre Aufschläge zunächst souverän durchbrachten.

Mit Fortdauer des Matches wirkte Sinner aber energischer und entschlossener als sein Gegenüber. Trotzdem musste der Pusterer erst einmal eine Breakchance vereiteln, um im Gegenzug selbst eiskalt zuzuschlagen: So stellte Sinner auf 5:4 und erspielte sich – insgesamt dreieinhalb Stunden nach Spielbeginn – zwei Matchbälle, von denen er einen zum Sieg nutzte.
Nun wartet ein Franzose
In der zweiten Runde trifft Sinner am Donnerstag auf den 25-jährigen französischen Lucky Loser Arthur Rinderknech (ATP 125), der den Schweden Mikael Ymer in drei Sätzen ausschalten konnte. In einem eventuellen Viertelfinale könnte es zum Duell mit Dominic Thiem (ATP 4) kommen, der nun den Briten Cameron Norrie (ATP 49) vor der Brust hat.

Schlagwörter: Tennis

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