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Heute wurde im Sheraton die Rungger "Sparkassen-Trophy" vorgestellt Der neue OK-Chef Georg Morandell Das Turnier beginnt am Samstag mit der Qualifikation Titelverteidiger Federico Gaio ist auch heuer dabei

Sparkassen Trophy 2016 größer denn je

Sie wächst und wächst und wächst: Im 19. Austragungsjahr zeigt sich die internationale Sparkassen Trophy größer denn je. Erstmals ist sie heuer mit 25.000 Dollar dotiert. Vom 6. bis zum 13. August kämpfen auf der Anlage des TC Rungg in Girlan erneut aufstrebende Tennis-Talente um wertvolle ATP-Punkte. Der Eintritt ist für das Publikum während der gesamten acht Turniertage wie gewohnt frei.

Das Turnier in Rungg ist ein Höhepunkt im Südtiroler Sportjahr. Eine Konstante, die sich im Laufe der Jahre ständig weiterentwickelt hat. 1998 haben die Veranstalter die Sparkassen Trophy (Preisgeld: 6250 Dollar) erstmals ausgetragen, 2016 gehört sie zur Kategorie der Futures „25.000 Dollar + Hospitality“. Das heißt: Das Preisgeld beträgt 25.000 Dollar, und die Athleten logieren auf Kosten der Veranstalter. Es ist dies die höchste Kategorie der ITF-Futures.

Seit Jahren herausragend ist der Ruf des Turniers im Tenniszirkus – bei Spieler, Trainern und Besuchern. Gespielt wird nicht nur um ein Preisgeld von 25.000 Dollar, sondern auch um wertvolle ATP-Punkte. Dem Sieger werden 35 Punkte für die Weltrangliste gutgeschrieben, exakt gleich viele wie für das Erreichen des Halbfinales bei einem 100.000-Dollar- Challenger.


Von Rungg an die Weltspitze

Einmal mehr wird das Publikum in Rungg auch in diesem Jahr wieder manchen Star von morgen sehen. Zur Erinnerung: Martin Klizan, der heurige Gewinner der German Open am Hamburger Rothenbaum, schlug 2009 in Rungg auf und liegt aktuell unter den Top 30 der Weltrangliste. Auch Kitzbühel-Triumphator und Top-50-Spieler Paolo Lorenzi hat Rungg-Erfahrung: Als 19-Jähriger erhielt er 1999 eine Wild Card und spielte sich bis ins Viertelfinale vor. Weitere prominente Rungg-Starter waren Simone Bolelli, Ivan Dodig und natürlich Südtirols Tennis-Ass Andreas Seppi, der im Jahr 2000 in Rungg seinen ersten Weltranglistenpunkt holte.


Vorjahressieger Gaio topgesetzt

Strahlender Sieger der Sparkassen Trophy 2015 war der Italiener Federico Gaio. Und der zeigte sich zuletzt in absoluter Topform. Gleich zwei Turniersiege feierte der 24-Jährige in jüngster Vergangenheit. Er gewann die ATP Challenger-Turniere von San Benedetto del Tronto (30.000 Dollar) und Biella (85.000 Dollar). Besonders erwähnenswert dabei ist, dass er in Biella den brasilianischen Top-50-Spieler Thomaz Bellucci sensationell in zwei Sätzen bezwingen konnte. Mit dem Sieg stieß Gaio erstmals unter die Top 200 der Weltrangliste vor und spielte sich einmal mehr in die Rolle des Topfavoriten der Sparkassen Trophy 2016.

Zum Kreis der Mitfavoriten zählen besonders die zwei Youngsters Pedro Cachin (ARG) und Zdenek Kolar (CZE). Der erst 19-Jährige Tscheche Kolar verbesserte sich innerhalb eines Jahres von Position 653 auf Position 288 der Weltrangliste. Zuletzt ließ er sein außerordentliches Talent beim ATP Challenger in Prag aufblitzen, als er seine Segel erst im Halbfinale gegen Santiago Giraldo streichen musste.


Das Programm

Rund 60 Tennisprofis aus aller Welt werden in Rungg am Start sein. Die Sparkassen Trophy beginnt am Samstag, 6. August, um 9 Uhr mit der zweitägigen Qualifikation, die eine Chance auch für Südtirols beste Tennisspieler darstellt, sich mit Profis aus aller Welt zu messen. Die besten Acht der Qualifikation spielen dann ab Montag, 8. August im 32-köpfigen Hauptfeld, für das die großen Favoriten bereits fix qualifiziert sind.

Das Hauptfeld und somit die eigentliche Jagd nach ATP-Punkten beginnt am Montag. Das Finale ist für Samstag, 13. August, 11 Uhr, angesetzt. Das Doppelfinale wird bereits am Freitag, 12. August, ausgetragen. Gespielt wird in Rungg ganztägig, ein Spitzenmatch wird jeweils am frühen Abend geboten.



Die Entry-List der Sparkassen-Trophy

1. Federico Gaio (ITA) 212 (158)
2. Pedro Cachin (ARG) 270 (280)
3. Zdenek Kolar (CZE) 288 (257)
4. Jose Hernandez-Fernandez (DOM) 303 (246)
5. Jeremy Jahn (GER) 309 (307)
6. Daniel Masur (GER) 315 (304)
7. Juan Pablo Paz (ARG) 318 (317)
8. Niels Desein (BEL) 328 (318)
9. Matteo Viola (ITA) 332 (330)
10. Jonathan Eysseric (FRA) 347 (158)
11. Francisco Bahamonde (ARG) 356 (359)
12. Bastian Malla (CHI) 407 (417)
13. Marco Bortolotti (ITA) 440 (372)
14. Marcelo Tomas Barrios Vera (CHI) 462 (463)
15. Yannick Hanfmann (GER) 470 (340)
16. Joao Pedro Sorgi (BRA) 486 (460)
17. Marcelo Zormann (BRA) 496 (492)
18. Francesco Picco (ITA) 500 (491)

* In Klammern die aktuelle Platzierung in der ATP-Weltrangliste


Autor: sportnews