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Rafael Nadal und Novak Djokovic spielten vergangene Nacht bis 1.15 Uhr. © ANSA / MARTIN DIVISEK

Spektakel mitten in der Nacht: Streit um Spieltermine in Paris

Die Dienstag-Nightsession bei den Tennis-French-Open hat ein hochklassiges Match zwischen Rafael Nadal und Novak Djokovic gebracht, die Beginnzeit des nächtlichen Gaudiums aber nicht nur bei den beiden zu Kritik geführt.

Der Beginn gegen 21 Uhr sei „ohne Zweifel“ zu spät gewesen, pflichtete Nadal dem unterlegenen Djokovic bei. Er wolle sich aber nicht beschweren, da er bis zum Halbfinale nun zwei freie Tage habe. Und er verstehe auch die Bedürfnisse der TV-Sender.


„Die Fernsehsender zahlen viel Geld, um diese späten Spiele zu haben. So macht das Turnier Geld und so machen auch die Spieler Geld“, sagte der 35-Jährige. Aber man müsse in Zukunft eine „vernünftige Balance“ zwischen allen Interessen finden, sagte der Mallorquiner. Für ein Best-of-Five-Match auf Sand sei ein Beginn um 21 Uhr einfach zu spät.

„Die Night Sessions werden bleiben“ Turnierdirektorin Amelie Mauresmo

Turnierdirektorin Amelie Mauresmo kündigte am Mittwoch an, dass man das Thema nach dem diesjährigen Turnier genau analysieren werde. Allerdings stellte die frühere Weltklassespielerin trotz aller Kritik klar, dass es auch in Zukunft bei den French Open Abendspiele geben werde. „Die Night Sessions werden bleiben“, sagte die 42-Jährige auf einer Pressekonferenz im Stade Roland Garros. Allerdings werde man sich genau anschauen, ob man den Start der Spiele in Zukunft nicht etwas vorziehen könne.
Probleme bei der Abreise
Zudem müsse eine Lösung für die Abreise der Besucher gefunden werden. Nach dem Match zwischen Nadal und Djokovic hatten zahlreiche Zuschauer und Journalisten Probleme gehabt, in ihre Unterkünfte zu kommen, weil zu der späten Stunde nur noch wenige öffentliche Verkehrsmittel unterwegs waren. Manche gingen sogar schon vor Matchende, um die letzte Metro zu erwischen. „Es wird Priorität haben, dieses Kernproblem zu lösen“, sagte Mauresmo.

Ebenfalls zum Thema wurde die Ansetzung von fast ausschließlich Männer-Partien in der Night-Session. Mauresmo meinte dazu, dass das Frauen-Tennis derzeit nicht so attraktiv wie jenes der Männer sei. „Als Frau und ehemalige Spielerin traue ich mir zu sagen, dass das Spiel bei den Männern derzeit mehr Anziehungskraft und Attraktivität hat.“ Bei den Australian und US Open stehen auch die Frauen im Night-Session-Fokus, in Wimbledon gibt es noch keine Night Session. Paris hat heuer damit begonnen.

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