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In Wimbledon kehrt Jannik Sinner ins Rampenlicht zurück. © ANSA / TOLGA AKMEN

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In Wimbledon kehrt Jannik Sinner ins Rampenlicht zurück. © ANSA / TOLGA AKMEN

„Steckt keine Zauberei dahinter“: Sinner auf Mission Wimbledon

In Wimbledon kehrt Jannik Sinner nach seinem sensationellen Scheitern bei den French Open auf die Bühne zurück. Das Thema Hitze begleitet den Südtiroler weiterhin.

Die Rüstung des Unbesiegbaren hat Jannik Sinner vorerst abgelegt. Im Frühjahr eilte der Weltranglistenerste von Sieg zu Sieg und schrieb mit der Vollendung des prestigeträchtigen Career Golden Masters Geschichte. Bei den French Open galt er als unausweichlicher Champion – und schied nach einem Hitze-Drama gegen Juan Manuel Cerúndolo in der 2. Runde aus.


Seit jenem Dämpfer in Paris bestritt Sinner kein Turnier mehr, in Mailand unterzog er sich medizinischen Checks. Den Weg nach London nahm der Südtiroler bereits früh auf sich, schon Mitte Juni inspizierte er den Centre Court, auf dem er vor ziemlich genau einem Jahr erstmals zum Wimbledonsieger aufstieg.


Für die Mission Titelverteidigung sieht sich Sinner trotz aller Schlagzeilen rund um sein Aus in Roland-Garros gewappnet. „Ich fühle mich gut. Rasen ist natürlich ein ganz anderer Belag. Man kommt hierher und versucht, sein Bestes zu geben“, sagte er auf der Pressekonferenz am Samstag gut gelaunt. „Wenn man vorher kein Turnier gespielt hat, hat man keine Zweifel, man geht einfach hin und spielt.“

Sinner schuftet in der Hitze

Die zuvor erwähnten Tests in Mailand seien positiv verlaufen, besorgniserregende Erkenntnisse hätte es keine gegeben. Trotzdem: „Wir sind uns sicher, dass wir unter heißen Bedingungen trainieren müssen“, merkte er an. „Es wird jedes Jahr wärmer, also ist es ein sehr wichtiges Thema.“

Die Hitze hat Jannik Sinner bei den French Open den Stecker gezogen. © ANSA / ansa

Die Hitze hat Jannik Sinner bei den French Open den Stecker gezogen. © ANSA / ansa


Wie auf der offiziellen Website der Wimbledon Championships ausgeführt, nahm sich Sinner dieser Sache bereits an. Zur Mittagszeit trat der viermalige Grand-Slam-Turniersieger auf den Platz und absolvierte seine Einheiten. Zwar könne man im Training nicht alles aus einem Spiel simulieren, „aber wir tun so viel wie wir können“, so Sinner. „Ich bin sehr glücklich mit der Arbeit in den vergangenen zweieinhalb Wochen.“

Wie so oft werden sich die Fortschritte aber nicht bereits im ersten Match bemerkbar machen. „Ich glaube fest an die kleinen Details und die kleinen Veränderungen. Das Ergebnis werden wir nicht sofort sehen. Es ist ein langer Prozess“, so der Superstar aus dem Pustertal. „Es steckt keine Zauberei dahinter.“

Sinner: „Mein Kindheitstraum war es immer...“

Sein außergewöhnlicher Erfolgslauf im Frühjahr ließ vermuten, dass Sinner nicht von dieser Welt sei. Die Bilder von Paris und seine Aussagen in London zeichneten aber das Bild des „menschlichen“ Superstars. „Mein Kindheitstraum war es immer, Champion zu werden. Und dafür habe ich viel geopfert: Familie, Freunde, Unbeschwertheit“, erzählte er.
„Aber ich habe das Gefühl, dass ich mir einiges von dem zurückholen muss, was ich als Kind aufgeben musste.“ Jannik Sinner

In seiner spielfreien Zeit sei Roland-Garros stellte er daher sein Privatleben wieder etwas mehr in den Mittelpunkt. So war er VIP-Gast bei einer Traumhochzeit, ein Liebesurlaub mit Freundin Laila Hasanovic durfte ebenso nicht fehlen. „Das heißt jetzt nicht, dass ich mich ausruhen kann, denn ich weiß, dass ich noch viele Jahre vor mir habe. Aber ich habe das Gefühl, dass ich mir einiges von dem zurückholen muss, was ich als Kind aufgeben musste.“

In Wimbledon möchte Sinner nun wieder in den Champions-Modus schalten. Am Montagnachmittag um 14.30 Uhr startet er gegen Miomir Kecmanovic ins Turnier (live im SportNews-Ticker).

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