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Stefanos Tsitsipas hat den Anschluss an die Weltspitze längst verloren. © APA/afp / KIRILL KUDRYAVTSEV

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Stefanos Tsitsipas hat den Anschluss an die Weltspitze längst verloren. © APA/afp / KIRILL KUDRYAVTSEV

Tennis-Rüpel Tsitsipas schießt gegen eigenen Vater

Stefanos Tsitsipas hat in den letzten Jahren auf der ATP-Tour einen großen Abstieg erlebt. Einen Schuldigen dafür scheint das Enfant terrible bereits ausgesucht zu haben.

Es gab eine Zeit – und sie liegt noch gar nicht so lange zurück –, in der Stefanos Tsitsipas als der künftige Nachfolger der ganz Großen im Tennis galt. Doch die Jahre vergehen, Versprechen verblassen, und der Grieche ist inzwischen aus den Top 50 der Weltrangliste gefallen. Zum ersten Mal seit 2018 musste er sich für ein Masters-1000-Turnier qualifizieren – in Montreal.


Dort schied er bereits in der zweiten Qualifikationsrunde gegen João Fonseca aus. Im Anschluss sorgte er auch mit Kritik am Schiedsrichter für Aufsehen, weil er sich über die schlechten Platzverhältnisse beschwerte: „Das hier ist wie ein öffentlicher Tennisplatz, und wir spielen bei einem Masters 1000. Was machen wir hier eigentlich? Der Platz ist uneben.“

Vater nicht mehr Trainer

Dabei hatte Tsitsipas im Juli durchaus Fortschritte gezeigt – insbesondere seit Ende Juni, als er die Zusammenarbeit mit seinem Vater und Trainer Apostolos offenbar endgültig beendet hatte. Der ehemalige Weltranglisten-Dritte drohte sogar, aus den Top 100 zu fallen. Frischer Wind war dringend nötig. Rückblickend glaubt Tsitsipas sogar, dass er den Schritt zu spät gewagt hat.

Seit Ende Juni gehen Apostolos Tsitsipas (links) und sein Sohn Stefanos getrennte Wege.

Seit Ende Juni gehen Apostolos Tsitsipas (links) und sein Sohn Stefanos getrennte Wege.


„Ich glaube, ich war sehr geduldig und in vielen Dingen zu nachgiebig. Am Ende habe ich die Veränderung zu spät vorgenommen. Aber so ist das Leben“, so Tsitsipas. In Gstaad gewann er vor Kurzem seinen ersten Titel seit Dubai 2025 – auch dank der Arbeit mit dem Franzosen Thomas Perrin, der sich zuvor vor allem als erfolgreicher Juniorentrainer einen Namen gemacht hatte und inzwischen auch im Profitennis einen ausgezeichneten Ruf genießt.
„Ich war sehr geduldig und in vielen Dingen zu nachgiebig. Ich möchte mit einem Trainer arbeiten, mit dem ich glücklich bin.“ Stefanos Tstsipas

Über seinen neuen Trainer sagte Tsitsipas: „Ich möchte mit einem Trainer arbeiten, mit dem ich glücklich bin.“ Gleichzeitig ließ er erneut Kritik an seinem Vater anklingen und hob den Unterschied zu den Beziehungen hervor, die Ben Shelton und Alexander Zverev zu ihren Vätern haben.

„Bei Zverev und Shelton funktioniert es“

„Eine Vater-Trainer-Beziehung kann sehr belastend sein. Aber in manchen Fällen funktioniert sie – etwa bei Zverev oder Shelton. Wenn ich Ben Sheltons Vater beobachte, denke ich, dass er das perfekte Beispiel dafür ist, wie sich ein Vater gegenüber einem Sohn verhalten sollte, der auf höchstem Niveau Tennis spielt“, so der 27-Jährige.

Tsitsipas beschrieb Bryan Shelton als ruhigen Menschen, der genau weiß, wann und wie er seinen Sohn motivieren muss und welche Worte in schwierigen Momenten helfen. Diese Eigenschaften habe er bei seinem eigenen Vater Apostolos nur selten erlebt. Im Laufe der Jahre kam es zwischen Vater und Sohn immer häufiger zu Spannungen – besonders als Stefanos immer erfolgreicher wurde und nach seinem Triumph bei den ATP Finals 2019 zu den Stars der Tour gehörte.

Schlagwörter: Tennis Stefanos Tsitsipas

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