
Jannik Sinner beim Training in Paris. © ANSA / YOAN VALAT
Topfavorit gegen No-Name: Sinner startet in Paris
Am Dienstag beginnt für Jannik Sinner laut eigener Aussage das wichtigste Turnier des Jahres. Auf seiner Jagd nach dem ersten Titelgewinn in Roland Garros trifft der 24-Jährige auf einen Spieler, der nur Kennern der Szene ein Begriff ist – und vor wenigen Tagen noch gar nicht im Hauptfeld stand.
25. Mai 2026
Von: leo
Als der französische Tennisverband die Wildcards für die diesjährigen French Open mitteilte, stand Clement Tabur nicht auf der Liste. Der Lokalmatador hatte sich bereits damit abgefunden, in Paris den steinigen Weg durch die Qualifikation gehen zu müssen. Der verletzungsbedingte Rückzug von Lorenzo Musetti löste dann aber eine Kettenreaktion aus: Stan Wawrinka rutschte direkt ins Hauptfeld, als Konsequenz wurde eine Wildcard frei. Diese erbte Tabur, der sich die Quali damit ersparte und zum Auftakt die schwerstmögliche Aufgabe serviert bekam.
Der Mann aus Reims ist ein völlig unbeschriebenes Blatt – und das, obwohl er schon 26 Jahre alt ist. So bestritt er in seiner gesamten Karriere nur fünf Partien auf der ATP Tour, wobei er zwei davon für sich entschied. Zum Vergleich: Sinner absolvierte allein in diesem Jahr 38 Matches. Im Hauptfeld eines Grand Slams stand Tabur erst einmal – nämlich vor exakt einem Jahr, als er sich in Paris durch die Quali spielte und in der ersten Runde an seinem Landsmann Corentin Moutet scheiterte. Auf einen Top-50-Spieler traf der 1,73 Meter kleine Franzose noch nie.
Clement Tabur trifft auf Jannik Sinner. © AFP / DIMITAR DILKOFF
Seinen bisher einzigen Titelgewinn auf der Challenger-Tour feierte der Rechtshänder vor gut einem Monat in Tallahassee (USA). Das Selbstvertrauen dürfte bei Tabur also stimmen. Dass Sinner nichtsdestotrotz als haushoher Favorit ins Match startet, steht außer Frage. 29 Siege in Serie auf der ATP Tour sprechen für sich. Die letzte Niederlage des Sextners gegen einen Franzosen liegt inzwischen schon über fünf Jahre zurück. Diese datiert aus dem 17. Mai 2021, als Sinner beim ATP-250-Turnier von Lyon Arthur Rinderknech den Vortritt lassen musste.
Wann spielt Sinner?
Eine offene Frage ist vor der ersten Runde noch zu klären: die Spielansetzung. Vieles spricht dafür, dass der Weltranglistenerste am Dienstag in der Night Session ab 20.15 Uhr zum Zug kommen wird, zumal die Stimme der Topspieler bei der Terminierung großes Gewicht hat. Grund für den allgemeinen Wunsch, später zu spielen, sind die hohen Temperaturen, die in der ersten Turnierwoche in Paris herrschen.Profil bearbeiten
Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

Kommentare (0)