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Jannik Sinner musste bei den French Open aufgeben. © ANSA / MARTIN DIVISEK

Tragisches Ende in Paris: Sinner muss aufgeben

Das ist einfach nur bitter! Jannik Sinner war am Montag im Achtelfinale bei den French Open gegen Superstar Andrey Rublev auf dem Weg zu einer Gala. Doch der Körper spielte wieder einmal nicht mit.

Bei diesen Bildern blutet das Fan-Herz! Jannik Sinner wurde am Montag bei den French Open zum wiederholten Male um eine große Chance beraubt – und zwar von seinem eigenen Körper. Der 20-jährige Sextner (ATP 12) trumpfte in seinem Achtelfinale zunächst in Weltklasse-Manier auf, spielte mit dem Russen Rublev, der Nummer 7 der Welt, teilweise Katz und Maus und gewann den ersten Satz mit 6:1. Doch dann streikte einmal mehr Sinners Physis: Die Probleme am linken Knie, die er seit einigen Tagen hat, wurden im Verlauf des Matches so groß, dass der Pusterer beim Stand von 6:1, 4:6, 0:2 aufgeben musste.


Zum wiederholten Mal bereiten Sinner also körperliche Probleme Kopfzerbrechen. Anfang des Jahres hatte ihn eine Corona-Infektion außer Gefecht gesetzt, im März konnte er in Indian Wells krankheitsbedingt das Achtelfinale gegen Nick Kyrgios nicht bestreiten. In Miami brach er zwei Wochen später sein Viertelfinale gegen Francisco Cerundolo wegen einer Blase am Fuß bereits nach fünf Games ab. Und in Rom machte ihm die Hüfte zu schaffen, allerdings konnte er da eine Aufgabe vermeiden. Nun die bittere Pille bei den French Open, dem Lieblings-Grand-Slam des Pusterers.

Grandioses Tennis, doch dann...
Dabei war das Match gegen Andrey Rublev für Sinner so gut losgegangen. Obwohl der Sextner erneut mit einem Tape am lädierten linken Knie auflief, bewegte er sich so flink wie eine Gazelle, setzte ungemein harte Schläge ins Feld, hielt seine Fehlerquote äußerst gering und machte gleich zwei Breaks. Kurzum: Sinner spielte Weltklasse-Tennis, sein Gegenüber Rublev dürfte die Welt nicht mehr verstanden haben.

Jannik Sinner spielte im ersten Satz überragend auf. © ANSA / YOAN VALAT


Das Blatt wendete sich im zweiten Satz, um genau zu sein im fünften Game. Nach einem Ballwechsel – der gleichbedeutend mit dem 3:2 für Rublev war – humpelte der Südtiroler plötzlich und musste ein Medical Timeout nehmen. Der Physiotherapeut massierte den linken Oberschenkel des Jungspunds und nach einigen Minuten ging es weiter. Doch fortan war jeder Punkt eine Qual.
Die Schmerzen sind zu groß
Sinner hatte sichtlich Mühe, seinen Körper über den Platz zu schleifen. Trotzdem – und das ist bemerkenswert – hielt er immer noch dagegen und machte einige spektakuläre Punkte, das 4:6 konnte er jedoch nicht abwenden. Im dritten Abschnitt wollte es „Jan“ noch einmal versuchen, doch es war nutzlos: Die Schmerzen waren zu groß. Mit enttäuschtem, ja traurigem Gesichtsausdruck schritt Sinner nach 80 Minuten schließlich zur Spielfeldmitte, signalisierte so seine Aufgabe und verließ dann – das Gesicht mit einem Handtuch bedeckt – den Platz. Die eine oder andere Träne dürfte geflossen sein, doch wer kann es Sinner verdenken.

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Kommentare (2)

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Hermann Zanier [melden]

Ist das Training richtig aufgebaut? Wird der Körper oder ein Teil davon überlastet? Viel deutet darauf hin. Da braucht es Geduld und vor allem darf man keine Schmerzmittel nehmen, dann spürt man selber, wann es zu viel wird

31.05.2022 08:15

Hermann Zanier [melden]

Ist das Training richtig aufgebaut? Wird der Körper oder ein Teil davon überlastet? Viel deutet darauf hin. Da braucht es Geduld und vor allem darf man keine Schmerzmittel nehmen, dann spürt man selber, wann es zu viel wird

31.05.2022 08:15

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