
Jannik Sinner äußerte sich über die Verletzung seines größten Konkurrenten. © AFP / VALERY HACHE
„Trauriger Tag“: Sinner reagiert auf den Alcaraz-Schock
Das Masters-1000-Turnier in Madrid ist in vollem Gange. Das Gesprächsthema Nummer 1 in der Tenniswelt war am Freitag dennoch ein anderes: Carlos Alcaraz' Absage für die anstehenden French Open. Auch Jannik Sinner bezog dazu Stellung.
24. April 2026
Von: leo
Das Finale der letztjährigen French Open gilt als eines der besten Tennismatches der Geschichte und ging in die Annalen der Sportgeschichte ein. Jannik Sinner und Carlos Alcaraz lieferten sich ein fünfeinhalbstündiges Duell, an dessen Ende der Spanier triumphierte. Zu einer Wiederauflage dieses Finals wird es in diesem Jahr nicht kommen: Alcaraz teilte am Freitagabend mit, dass er aufgrund einer Handgelenksverletzung weder beim Masters-1000-Turnier in Rom noch in Paris aufschlagen kann.
Als sich diese Nachricht wie ein Lauffeuer in der Tenniswelt verbreitete, stand Sinner in Madrid noch in seinem Auftaktmatch gegen Benjamin Bonzi im Einsatz. Beim Siegerinterview wurde er schließlich darauf angesprochen. Sichtlich überrascht antwortete er: „Ich habe das nicht erwartet. Das ist eine sehr traurige Nachricht. Carlos ist in Paris der Titelverteidiger. Als Wettkämpfer will ich mich immer mit den Besten messen. Und Carlos ist auf dieser Unterlage zweifellos der beste Spieler. Ich wünsche ihm eine schnelle Genesung und hoffe, dass er für Wimbledon rechtzeitig fit wird.“
Wann kehrt Alcaraz zurück?
Auf der anschließenden Pressekonferenz ging der Südtiroler noch weiter ins Detail – und strafte gleichzeitig einen Journalisten ab, der fragte, ob Sinner sich nun als noch größerer Favorit fühle. „Das ist jetzt nicht wichtig. Der Tennissport braucht Carlos. Es herrscht eine viel bessere Stimmung, wenn er mitspielt – auch für mich ist es schöner, obwohl wir frühestens im Finale aufeinandertreffen könnten“, betonte Sinner.Jannik Sinner und Carlos Alcaraz verstehen sich bestens. © AFP / VALERY HACHE
Der Sextner sprach auch die Anfälligkeit des Handgelenks an. „Verletzungen sind immer sehr hart – eine am Handgelenk umso mehr“, erklärte Sinner. „In der Vergangenheit hatten mehrere Spieler mit Komplikationen daran zu kämpfen. Ich finde es gut, dass er und sein Team sich die nötige Zeit nehmen, um die Verletzung in Ruhe auszukurieren, um weitere Probleme zu vermeiden und beim Comeback wieder konkurrenzfähig zu sein. Sein nächstes Ziel ist wohl Wimbledon. Ich hoffe, dass er dann wieder zurück ist.“
Durch Alcaraz’ Abwesenheit in den kommenden Wochen steht fest, dass Sinner mindestens bis Wimbledon die Nummer 1 der Welt bleibt. In seinen Plänen spielt das aber ohnehin nur eine untergeordnete Rolle.
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