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Rafael Jodar (r.) gehört zu den Shootingstars schlechthin im Tennis-Zirkus. Im Shanghai-Endspiel musste er seinem Landsmann Alejandro Davidovich Fokina aber den Vortritt lassen. © ANSA / ALEX PLAVEVSKI

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Rafael Jodar (r.) gehört zu den Shootingstars schlechthin im Tennis-Zirkus. Im Shanghai-Endspiel musste er seinem Landsmann Alejandro Davidovich Fokina aber den Vortritt lassen. © ANSA / ALEX PLAVEVSKI

Trotz Finalpleite: Shootingstar stößt in die Weltspitze vor

Aus menschlicher Sicht hat Rafael Jodar in Shanghai nicht unbedingt Pluspunkte sammeln können, sportlich hat das spanische Toptalent allerdings (fast) auf ganzer Linie überzeugt. Auch wenn er den Finalsieg beim Mastersturnier in Shanghai (CHN) verpasste, sind jetzt sogar die ATP Finals in Reichweite.

Nachdem Jodar im Achtelfinale seinen Frust an einem Ballkind ausgelassen hatte („Gib mir endlich das verdammte Handtuch.“), gab es viel Kritik am Verhalten des 20-Jährigen. Sportlich allerdings dürfte diese nicht zu vernehmen sein, denn der Spanier ist einer der Aufsteiger des Tennisjahres schlechthin.


Auf Platz 165 im ATP-Ranking gestartet, wird Jodar ab Montag auf dem 11. Platz gerankt sein. Außerdem ist er trotz des verpassten Triumphs beim 1000er-Turnier in Shanghai ein heißer Kandidat auf die ATP Finals in Turin. Aktuell liegt Jodar nur knapp hinter Rang acht (dort ist aktuell Arthur Fils) auf dem neunten Platz. Den Turniersieg allerdings hat Jodar im Finale gegen Alejandro Davidovich Fokina aus der Hand gegeben.

Davidovich Fokina gewinnt Shanghai-Turnier

Im spanischen Duell gegen Davidovich Fokina gab sich Jodar im ersten Satz keine Blöße. Klar mit 6:1 holte er sich das 1:0. Danach aber zeigte der Madrilene Nerven. Nachdem er Satz Nummer zwei nicht entscheiden konnte, ging es in das Tie-Break – und dort hatte Davidovich Fokina das bessere Ende für sich (7:5).
Roger Federer und Marat Safin (r.) ließen sich das spanische Endspiel in Shanghai nicht entgehen. © APA/afp / HECTOR RETAMAL

Roger Federer und Marat Safin (r.) ließen sich das spanische Endspiel in Shanghai nicht entgehen. © APA/afp / HECTOR RETAMAL

Die Nummer 26 der Tenniswelt schien dadurch ordentlich Auftrieb zu bekommen, während der junge Jodar zunehmend unsicherer wurde. Davidovich Fokina – immerhin sieben Jahre älter als Jodar – spielte seine Erfahrung aus und zeigte, warum er im Halbfinale den Deutschen Alexander Zverev ausgeschaltet hatte. Das Momentum verlagerte sich auf die Seite von Davidovich Fokina und der konnte besser damit umgehen als Konkurrent Jodar. Davidovich Fokina spielte seinen Stiefel konzentriert und unspektakulär zu Ende, holte sich den dritten Satz mit 6:4 und am Ende damit auch den Turniersieg und die 1.000 ATP-Punkte.

Übrigens: Für Fokina Davidovich geht es im ATP-Ranking ebenfalls weit nach vorne. Ab Montag wird er auf Rang 13 zu finden sein. Direkt hinter Topstar Novak Djokovic und vor Hochkarätern wie Taylor Fritz oder Tommy Paul, die der in Malaga geborene Spanier durch den Sieg in China überholt hat.

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