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Jannik Sinner zog gegen Stefanos Tsitsipas den Kürzeren. © APA/afp / ANDREAS SOLARO

Endstation Tsitsipas: Keine Sinner-Party in Rom

Jannik Sinner war der einzige Tennis-Spieler aus Italien, der beim Masters-1000-Turnier in Rom den Sprung ins Viertelfinale geschafft hatte. Doch am Freitag war auch für den Pusterer Youngster Endstation: Sinner musste sich Stefanos Tsitsipas geschlagen geben.

Es war dies das 5. Aufeinandertreffen zwischen Sinner (ATP 13) und der Nummer 5 der Weltrangliste – und das 3. in Rom. Zum insgesamt 4. Mal verließ Tsitsipas am Ende als Sieger den Platz. Bei rund 30 Grad Celcius gewann der 23-jährige Grieche in zwei Sätzen mit 7:6(5) und 6:2. Dies auch deshalb, weil Sinner im zweiten Durchgang wegen körperlicher Probleme nicht mehr mithalten konnte.


Aber der Reihe nach: Der erste Satz begann nicht gut für Sinner. Der Südtiroler musste gleich sein erstes Aufschlagspiel abgeben. Doch Sinner ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen, kämpfte sich zurück und glich zum 3:3 aus. Von nun an war der erste Durchgang sehr ausgeglichen. Beide Spieler waren aber extrem auf ihren ersten Aufschlag angewiesen. Falls sie diesen nicht ins Feld brachten, ging der Punkt meistens an den Gegner.

Das Niveau wurde dann mit Fortdauer besser. Sinner wandelte aber immer wieder zwischen Licht und Schatten. Zwischen beeindruckenden Schlägen und eher leichtfertigen Fehlern war alles dabei. Schlussendlich ging der erste Durchgang in den Tie-Break. Tsitsipas behielt bei den Big Points die Nerven, während Sinner einen Doppelfehler machte. Auch deshalb entschied der Grieche den Tie-Break knapp mit 7:5 für sich.

Sinner quält sich
Vor dem zweiten Satz nahm sich Sinner dann ein Medical Time-Out. Der Sextner ließ sich an der linken Hüfte behandeln. Offenbar zwickte Sinner aber auch der Oberschenkel. Dies merkte man Sinner im zweiten Durchgang an. Der 20-Jährige wirkte nicht mehr beweglich und kommunizierte immer wieder mit seinem Trainer Simone Vagnozzi.

Stefanos Tsitsipas gewann in zwei Sätzen. © ANSA / ETTORE FERRARI


Die Zuschauer im ausverkauften Center Court versuchten Sinner zwar immer wieder mit „Jannik“-Sprechchören aufzumuntern. Doch der Pusterer lief nicht mehr rund und konnte das Tempo seines Kontrahenten nicht mehr mitgehen. Zwar versuchte Sinner noch einmal alles aus sich herauszuholen, doch Tsitsipas machte im zweiten Durchgang kurzen Prozess und verwandelte nach 2:20 Stunden seinen zweiten Matchball.
Ein Schreckmoment
Vor dem zweiten Matchball von Tsitsipas war die Partie rund 15 Minuten lang unterbrochen. Ein Zuschauer auf der Tribüne war nämlich aufgrund der enormen Hitze zusammengebrochen. Die Sanitäter kümmerten sich dann im Anschluss um ihn. Weil der Schiedsrichter zunächst weiterspielen lassen wollte, gab es auf dem Campo Centrale lautstarke Pfiffe. Wie es um den Zustand des Zuschauers aussieht, ist derzeit noch nicht klar.

Trotz Niederlage: Die Zuschauer in Rom feierten Jannik Sinner. © ANSA / ETTORE FERRARI


Im Halbfinale trifft Tsitsipas nun am Samstag auf Alexander Zverev (ATP 3). Der Deutsche hatte zuvor den Chilenen Christian Garin klar in zwei Sätzen besiegt. In den anderen Viertelfinal-Partien stehen sich am Freitag noch Denis Shapovalov und Casper Ruud bzw. Novak Djokovic und Felix Auger-Aliassime gegenüber.

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