S+
Jannik Sinner hat Indian Wells gewonnen. © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / CLIVE BRUNSKILL

T Tennis

Jannik Sinner hat Indian Wells gewonnen. © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / CLIVE BRUNSKILL

Endlich im Tennis-Paradies: Champion Sinner ist zurück!

Jannik Sinner hat am Sonntagabend (MEZ) sein erstes Turnier im Jahr 2026 gewonnen. Dabei bewies der Sextner großes Kämpferherz – und ist jetzt endlich wortwörtlich im Tennis-Paradies.

Ruhiger Wüstenort statt hektische Großstadt, großzügige Anlagen statt enge Courts, durchgehend strahlende Sonne statt wechselndem Wetter – das sind nur einige Gründe, warum das Masters-1000-Turnier in Indian Wells bei den Stars als Tennis Paradise bekannt ist.


Für Jannik Sinner (ATP 2) war dieses Tennis-Paradies in der Wüste Kaliforniens bislang aber ein Tabu: Bei vier Antritten konnte er den Klassiker noch nie gewinnen. Das hat sich am Sonntag geändert. In einem hart umkämpften Finale rang der Sextner einen wiedererstarkten Daniil Medvedev (ATP 11) nach 1.55 Stunden Spielzeit mit 7:6 (6), 7:6 (4) nieder. Endlich ist Sinner also auch im Tennis-Paradies angelangt!

Sinner spielte stark auf. © APA / CLIVE BRUNSKILL

Sinner spielte stark auf. © APA / CLIVE BRUNSKILL


Für Südtirols Jahrhunderttalent ist es der bereits 25. Turniersieg der Karriere, und der erste im Jahr 2026. Dadurch lässt Sinner auch die kritischen Stimmen verstummen, die nach der Halbfinal-Niederlage in Melbourne und dem frühen Aus in Doha laut geworden sind. In Indian Wells spielte der 24-Jährige ein perfektes Turnier und gab in sechs Matches keinen einzigen Satz ab.

Ein Finale auf Augenhöhe

Im Finale am Sonntag gab es die größte Überraschung bereits vor Spielbeginn: Auf der anderen Seite des Platzes stand nämlich nicht Carlos Alcaraz, sondern Daniil Medvedev. Der Russe hatte den spanischen Weltranglistenersten im Halbfinale eliminiert – und zeigte im Endspiel, warum. Medvedev, der 2025 ein Seuchenjahr erlebte, findet langsam aber sicher wieder zu alter Stärke zurück.

Daniil Medvedev findet zu alter Stärke zurück. © APA / CLIVE BRUNSKILL

Daniil Medvedev findet zu alter Stärke zurück. © APA / CLIVE BRUNSKILL


Mit Sinner lieferte sich der US-Open-Sieger von 2021 ein Duell auf Augenhöhe, das nicht immer hochklassig, dafür aber sehr umkämpft war. Im gesamten Match gab es lediglich zwei Breakchancen, beide im ersten Satz, beide auf Seiten von Sinner, beide abgewehrt von Medvedev. Wenig verwunderlich, dass beide Sätze also ins Tie-Break gingen.

Sieben Punkte in Folge im Tie-Break

Den Tie-Break im ersten Abschnitt entschied der Sextner souverän für sich, im zweiten zeigte er sein ganzes Kämpferherz. Sinner strauchelte nämlich gehörig und lag mit 0:4 hinten. Doch dann zeigte der Pusterer, warum er ein Mentalitätsmonster ist: In dieser delikaten Phase machte Sinner sieben (!) Zähler in Folge, darunter auch den schönsten Punkt des Finals. So entschied der Südtiroler den Tie-Break und das Turnier für sich – und zeigte dann sofort auf seine linke Brusthälfte. Ja, das war ein Sieg mit viel Herz.

„Ich bin froh, endlich im Tennis-Paradies zu sein“, sagte Sinner nach dem Finaltriumph. Für ihn geht's jetzt sofort weiter ans andere Ende der USA: In Miami beginnt in dieser Woche nämlich das nächste Masters-Turnier.

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben. Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen sie Ihre Profil-Angaben, um Kommentare zu schreiben.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2026 First Avenue GmbH